Windows Defender vs. Antiviren-Programm im großen Stil: Was ist das Beste für 2019?

Eric C.
VON: Eric C.
Veröffentlicht: 16. Januar 2019

Wenn Ihr PC mit Windows 10 läuft und Sie ihn vor Viren, Malware und anderen schädlichen Bedrohungen schützen möchten, ist Windows Defender die Standardoption, da er bei Windows 10 vorinstalliert ist. Aber kann ein gratis Tool, das mit dem OS gebündelt ist, wirklich mit einer dedizierten Antivirus Software im großen Stil mithalten? Wir haben den Vergleich gemacht und die Ergebnisse werden Sie vielleicht überraschen.

Überblick:

Über Windows Defender

Sie kennen Windows Defender vielleicht als Microsoft Security Essentials, wenn Sie ein Betriebssystem vor Windows 10 verwenden oder verwendet haben. Vorherige Versionen hatten weniger Funktionen und konnten kaum als Antiviren-Programme bezeichnet werden. Viele Jahre lang hat Microsoft Security Essentials bei Antivirus-Tests eher schlecht abgeschnitten.

Die neue und verbesserte gratis Option, die bei Windows 10 enthalten ist, kann jetzt aber:

  • Ihre Programme scannen
  • Neue Virusdefinitionen über Windows Updates herunterladen
  • Automatisch oder On-Demand nach neuen Programmen scannen
  • Firewall-Schutz bieten

Was sagen die Tests?

Bei Antivirus Tests hat Windows Defender in den Bereichen Schutz, Leistung und Benutzerfreundlichkeit gut abgeschnitten. Die Erkennung und Beseitigung von Bedrohungen ist mit anderen dedizierten Antivirus Softwares wie Avira und Bitdefender vergleichbar.

Was es gut macht

  • Bietet 100% Schutz vor Zero-Day Attacken
  • 4% Webbrowser Verlangsamung verglichen mit dem Branchendurchschnitt von 10%
  • Weniger falsche Positive als bei den Wettbewerbern

Was es nicht gut macht

Windows Defender ist nicht perfekt. In anderen Tests hat es bei“Nutzer-abhängigen“ Malware Attacken nicht so gut abgeschnitten

  • Anfällig für Benutzerfehler: Auch wenn das Antiviren-Programm Sie vor der Ausführung eines schädlichen Programmes warnt, hält es Sie nicht davon ab, es trotzdem auszuführen
  • Es verlangsamt die Installation häufig verwendeter Anwendungen mehr als andere dedizierte Antivirus Softwares

Insgesamt deckt Windows Defender die Basics ab und ist damit eine attraktive gratis Option für Nutzer, die auf der Suche nach einem minimalen Antiviren-Programm sind, das wirklich funktioniert. Es bietet einen guten Schutz, ist bei Windows 10 gratis und läuft mit relativ geringer Systemauswirkung.


Die Konkurrenz

Es wäre unangebracht, Windows Defender oder andere AV-Softwares isoliert voneinander zu betrachten. Wir müssen uns die Leistung von Windows Defender im Vergleich mit einigen anderen der größten umfassenden Antiviren-Programme da draußen ansehen. Wir haben Windows Defender im Vergleich mit einigen der renommiertesten Namen wie Avira, Avast, Bitdefender, Malwarebytes und anderen getestet.

So haben sie sich geschlagen:


Avira vs. Windows Defender

Avira vs. Windows DefenderAvira Antivirus (Nutzerbewertungen ansehen) ist üblicherweise auf der Rangliste der Antivirus-Tests im oberen Bereich und sticht laut AV Comparative andere Giganten wie ESET aus. Der Vergleich mit Windows Defender sieht folgendermaßen aus:

Was Avira gut macht:

  • Bietet einen Passwort Manager
  • Weniger Auswirkungen auf die Systemleistung
  • Avira Protection Cloud zum Upload von unbekannten Beispielen zur Analyse in die Cloud-Datenbank (z.B. besserer Zero-Day-Schutz)
  • Zusätzlicher Browserschutz, der Sie vor riskanten Links warnt, bevor sie darauf klicken
  • Gratis Virtual Private Network (VPN)

Was Avira nicht gut macht:

  • Avira bietet keine Firewall wie Windows Defender
  • Die gratis Version beinhaltet Bloatware wie Pop-Up Werbungen

Fazit: Avira ist ein dediziertes Antiviren-Programm und bietet mehr Funktionen als Windows Defender. Auch wenn es keine Firewall bietet, können Sie für einen guten Rundum-Schutz auf die Premium Version upgraden.

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Avast vs. Windows DefenderAvast vs. Windows Defender

Avast (Nutzerbewertungen ansehen) ist eine weitere beliebte Lösung, die in Sachen Malware-Schutz ganz oben mitspielt und gelegentlich sogar besser ist als Windows Defender. Sehen wir uns den Vergleich an:

Was Avast gut macht:

  • Mehr Funktionen und hilfreiche Tools
  • Geringere Auswirkung auf die Systemleistung
  • Spielemodus zur Deaktivierung des CPU-Verbrauchs im Hintergrund sowie der Benachrichtigungen während eines Spiels
  • Zu den Zusatzfunktionen zählt ein Heimnetzwerk-Scanner und ein Passwort Manager

Was Avast nicht gut macht

  • Die Benutzeroberfläche ist nicht so benutzerfreundlich wie die von Windows Defender
  • Langsame On-Demand-Scans – läuft nicht so reibungslos im Hintergrund wie Windows Defender

Fazit: Avast bietet mehr fortschrittliche Funktionen als Windows Defender, obwohl es gratis ist. Trotz dieser Funktionen hat es jedoch keine größeren Auswirkungen auf Ihre Computerleistung.

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Bitdefender vs. Windows DefenderBitdefender vs. Windows Defender

Bitdefender (Nutzerbewertungen ansehen) ist ein weiteres tolles dediziertes Antiviren-Programm, das einen Spitzen-Anti-Malware- und Webschutz bietet. Sehen wir uns an, wie es im Vergleich mit Windows Defender abschneidet:

Was Bitdefender gut macht:

  • Zusatzfunktionen wie einen Passwort Manager und ein Virtual Private Network
  • Es bietet eine saubere und einfache Benutzeroberfläche
  • Keine Toolbars oder Pop-Ups

Was Bitdefender nicht gut macht:

  • Langsamer Anfangsscan
  • Die gratis Version ist sehr einfach und bietet wenige Funktionen

Fazit: Die gratis Version von Bitdefender ist in vielerlei Hinsicht mit Windows Defender vergleichbar. Keines der Programme enthält unnötige Bloatware, die das System verlangsamt, wenn Sie jedoch von den Zusatzfunktionen, wie einem gratis VPN und einem Passwort Manager, profitieren möchten, ist Bitdefender genau das richtige für Sie.

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Malwarebytes vs. Windows Defender

Malwarebytes vs. Windows Defender

While Malwarebytes (Nutzerbewertungen anzeigen) ist im Grunde genommen kein Antiviren-Programm, sondern immer noch ein fantastisches Anti-Malware-Programm. Doch wie schneidet es im Vergleich mit Windows Defender ab?

Was Malwarebytes gut macht:

  • Verhindert, dass PUPS (potentially unwanted programs – „potentiell unerwünschte Programme“) nicht auf Ihr System gelangen BEVOR sie Ihr Gerät infizieren können
  • Erkennt Viren besser als die meisten gratis Antivirus Softwares
  • Kann neben anderen Sicherheits-Softwares funktionieren

Was Malwarebytes nicht gut macht:

  • Bietet nur On-Demand Scans (keine automatischen Scans)
  • Beseitigt Bedrohungen nicht, sondern identifiziert sie nur
  • Viele der beste Funktionen sind kostenpflichtig, jedoch sehr nützlich

Auch wenn die gratis Version von Malwarebytes On-Demand-Scans bietet und dadurch einige Bedrohungen besser erkennt als andere Antiviren Softwares, ist es in anderen Bereichen schwächer als die Konkurrenz. Darüber hinaus kann es Bedrohungen nicht entfernen, sondern nur erkennen.

Aus diesem Grund sollten Sie Malwarebytes mit einem anderen Antiviren-Programm wie Windows Defender kombinieren, um dir das Beste aus beiden Welten zu sichern. Wenn Sie sich für die kostenpflichtige Version entscheiden, genießen Sie Schutz vor Ausspähung, Zero-Day Attacken und Ransomware.

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Weitere Optionen

Es gibt noch viele andere ausgezeichnete Optionen, wie Sophos Home und Trend Micro, die jeweils ihre eigenen Funktionen und Leistungsmetriken bieten.

Wie die meisten Menschen hast auch du wahrscheinlich mehrere Geräte. Einige AV-Programme, wie Panda bieten einen besseren Schutz für mehrere Geräte gleichzeitig und sind damit toll für Familien geeignet, die sich einen umfassenden Schutz für mehrere Geräte wünschen.

Doch die Frage ist immer noch: “Sollte ich mir ein dediziertes Antiviren-Programm zulegen oder reicht mir Windows Defender?”

Hier kommt unsere Empfehlung

Sie brauchen ein Antiviren-Programm auf Ihrem Computer, wollen aber nicht, dass mehr als ein Antiviren-Komplettprogramm auf Ihrem System läuft. Warum? Mehrere gleichzeitige Scans können Ihr System verlangsamen und Konflikte zwischen den Antivirus Softwares verursachen.

Daher empfehlen wir diese beiden Optionen:

Eine Kombination aus Windows Defender (Antivirus) und Malwarebytes (Anti-Malware). Windows Defender ist Ihr Haupt-Antiviren-Programm und Ihre Firewall, während Malwarebytes Schutz vor einer Handvoll Bedrohungen bietet, die Windows Defender nicht aufspüren kann.

Beide Programme beeinträchtigen das System nur minimal. Und am besten ist, dass sie vollkommen kostenlos sind. Wenn Sie der Meinung sind, dass Sie noch etwas mehr brauchen, sollten Sie darüber nachdenken, für zusätzlichen Schutz vor Ransomware und Zero-Day Attacken in die kostenpflichtige Version von Malwarebytes zu investieren.

Und falls Sie kein Fan von Malwarebytes sind, können Sie Windows Defender auch mit jeder der oben genannten Optionen kombinieren. Wenn Sie sich für ein anderes Programm entscheiden, können Sie einfach Ihre Scans anpassen, um Konflikte zu vermeiden und ungelegene Scans zu stoppen.

Über den Autor

Eric C.
Eric C.

Eric ist professioneller Texter und hat mehr als 7 Jahre Erfahrung im Schreiben über Marketing- und Technik-Themen. In den letzten Jahren hat er sich vor allem auf die, sich schnell entwickelnden Sicherheits-, Fintech- und Cryptowährungs-Branchen konzentriert.