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Kaspersky Antivirus-Test - 2021 immer noch sicher?

Sam Boyd
Sam Boyd
Veröffentlicht am: 18. Oktober 2021

Kaspersky-Test: schnelle Experten-Zusammenfassung

Der Virenscanner von Kaspersky ist hervorragend, ebenso der Malware-Schutz  beim Testen entging ihnen kein einziges meiner Malware-Samples. 

Dazu gibt es richtig gute zusätzliche Schutzmaßnahmen. Der Phishing-Schutz leistete beim Erkennen riskanter Seiten ganze Arbeit. Sehr gut gefällt mir auch die Kindersicherung – in meinen Augen eine der besten, die es gibt. Was mir noch gefallen hat: Die Funktion Rescue Disc, die mit Malware infizierte Computer säubert, der sichere Browser, der im Verein mit der virtuellen Tastatur die Online-Zahlungen sicher macht sowie die Premium-Version des virtuellen privaten Netzwerks (virtual private network, VPN).

Einige der Zusatzfunktionen von Kaspersky haben mich jedoch weniger beeindruckt. Der Passwort-Manager ist nicht schlecht, aber auch nicht gerade ambitioniert – selbst so wichtige Funktionen wie Zwei-Faktor-Autorisierung (2FA) und Dark Web-Überwachung, die von allen erstklassigen Passwort-Managern im Jahr 2021 angeboten werden, sucht man vergeblich. Die Systembereinigungstools sind ganz ordentlich, doch bei Mitbewerbern wie Avira gibt es viel mehr Optionen zum Optimieren eines Computers. Das in allen Abos enthaltene kostenlose VPN ist auf 200 MB täglich begrenzt, und der Benutzer kann sich mit nur einem Server verbinden (der auch noch der langsamste ist). Die Funktion Sichern und Wiederherstellen ist im Grunde ein kostenloses Dropbox-Konto. (Bei Dropbox hat jeder Benutzer 2 GB Speicherplatz – damit kann man nicht wirklich etwas anfangen.)

Trotz alledem bin ich der Meinung, dass Kaspersky Total Security eine insgesamt gute Internet-Security-Suite ist. Es gibt einen hochwertigen Virenscanner und einige wirklich nützliche Funktionen zu einem recht vernünftigen Preis. Kaspersky ist außerdem meiner Meinung nach eines der transparentesten Virenschutz-Unternehmen überhaupt – nachdem im Jahr 2017 Behauptungen über einen Diebstahl von Daten der amerikanischen Geheimdienste in Zusammenarbeit mit der russischen Regierung aufgekommen waren, verlegte Kaspersky die Datenverarbeitungszentren in die Schweiz, eröffnete auf der ganzen Welt Tranzparenzzentren und bestand eine SOC-2-Prüfung.

Kaspersky bietet drei Abos für drei bis zehn Geräte an und gewährt im ersten Jahr großzügige Rabatte sowie eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie. (Britische Nutzer müssen sich mit 14 Tagen begnügen.)

Gesamtwertung 7 von 65 Antivirus-Programmen
Firewall Ja
VPN Ja (200 MB täglich, Upgrade möglich)
Gratis-Abo Ja
Preise Ab /jährlich
Geld-zurück-Garantie 30 Tage (USA), 14 Tage (Großbritannien)
Betriebssysteme Windows, Android, Mac, iOS

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Vollständiger Kaspersky-Test

Vollständiger Kaspersky-Test

Kaspersky enthält einen guten Virenscanner und jede Menge Zusatzfunktionen, die Deine Online-Sicherheit um einiges verbessern können.

Kaspersky ist außerdem äußerst benutzerfreundlich und damit für technisch weniger beschlagene Nutzer besonders gut geeignet.

Zwar gibt es günstigere Virenschutzprogramme auf dem Markt, doch Kaspersky hat verschiedene preisgünstige Bezahlabos im Angebot und gewährt jedem Abonnenten eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie.

Kaspersky – Sicherheitsfunktionen

Antiviren-Engine

Zum Erkennen von Malware jeder Art setzt der Virenscanner von Kaspersky auf eine Virendatenbank sowie auf cloudbasiertes maschinelles Lernen. Entdeckt der Scan etwas Neues und potenziell Schädliches, wird die Datei zur weiteren Analyse in den cloudbasierten Scanner hochgeladen. Dieser Scanner stellt dann mithilfe von maschinellem Lernen fest, ob es sich bei der Datei tatsächlich um Malware handelt.

Bei vielen anderen Virenschutzmarken der Spitzenklasse, darunter Norton, McAfee und Bitdefender, kommt ebenfalls eine Kombination aus Signaturdatenbanken und maschinellem Lernen zum Einsatz. Und wie diese Top-Konkurrenten hat auch Kaspersky eine exzellente Malware-Erkennungsrate vorzuweisen – bei meinen Tests wurden 100 % der Malware-Samples abgefangen.

Bei Kaspersky gibt es fünf verschiedene Arten von Virenscans:

  • Quick Scan (Schnellprüfung). Scannt Systemstartdateien, Systemspeicherdateien und Bootsektoren.
  • Full Scan (vollständige Prüfung). Scannt jede Datei, jeden Ordner und jeden partitionierten Sektor auf Deinem System.
  • Selective Scan (selektive Prüfung). Ermöglicht das Scannen einzelner Laufwerke, Dateien oder Ordner.
  • Removable Drive Scan (Prüfung von Wechsellaufwerken). Damit scannst Du Wechsellaufwerke wie USB-Sticks und mobile Festplatten.
  • Vulnerability Scan (Schwachstellen-Prüfung). Sucht nach Schwachstellen in Deinem System, etwa nach Anwendungen und Software, die veraltet und damit der Gefahr von Malware ausgesetzt sind.

Kaspersky bietet außerdem eine Vielzahl von Optionen für die Planung von Scans. Scans können zum Beispiel zu bestimmten Zeitpunkten, nach dem Start des Programms und nach jedem Update durchgeführt werden.

Für den Test von Kaspersky versteckte ich auf meinem Computer fast 1000 Malware-Test-Samples, darunter Viren, Trojaner, Rootkits, Ransomware und Keylogger. Dann führte ich einen „Quick Scan“ durch, der nach nur zwei Minuten beendet war. Das ist ganz schön schnell. Zur Einordnung: Ein „Quick Scan“ auf VIPRE dauerte zehn Minuten, war also fünfmal langsamer!

Kaspersky – Sicherheitsfunktionen

Der „Quick Scan“ von Kaspersky fand nicht jedes bösartige Sample, das ich auf meinem System versteckt hatte. Da aber der „Quick Scan“ nur in kritischen Bereichen sucht – z. B. in denen, die beim Start des Betriebssystems geladen werden – war das nicht anders zu erwarten.

Allerdings: Da der „Quick Scan“ etwa 50 % der Samples erkannte, schlug Kaspersky mir sofort vor, einen „Full Scan“ durchzuführen und mein System genauer zu untersuchen. Gesagt, getan.

Der „Full Scan“ dauerte etwa 45 Minuten und war damit schneller als der von Bitdefender, der eine Stunde dauerte. Die Scan-Ergebnisse von Kaspersky waren hervorragend – der Scanner fand jedes einzelne Malware-Sample auf meinem System. Dazu kommt: Während Kaspersky mein System durchkämmte, stellte ich keinerlei Geschwindigkeitseinbußen fest – mein Computer war genauso schnell wie immer.

Nach Abschluss des Scans wurden mir im Fenster „Quarantäne“ alle erkannten Malware-Dateien angezeigt.

Neben Quarantäne und Löschung der infizierten Dateien gibt es bei Kaspersky außerdem die Option der Wiederherstellung. Die meisten Nutzer dürften daran kein Interesse haben. Dank dieser Option ist es Dir aber möglich, nicht infizierte Dateien, die gar nicht erst hätten gelöscht werden dürfen, wiederherzustellen. Allerdings kam es bei meinen Tests zu keinen Fehlalarmen.

Kaspersky – Sicherheitsfunktionen

Brichst Du den Scan vorzeitig ab, lässt Kaspersky die gefundene Malware unbehelligt. Darauf wirst Du wiederholt durch Warnmeldungen aufmerksam gemacht. Du kannst dann zum „Benachrichtigungscenter“ wechseln, wo Dir weitere Optionen zum Umgang mit der Malware aus dem unterbrochenen Scan angeboten werden.

Kaspersky – Sicherheitsfunktionen

Als Nächstes testete ich den Echtzeitschutz von Kaspersky. Es läuft rund um die Uhr unbemerkt im Hintergrund. Dabei untersucht er jene Apps, die Du auf Deinem Gerät installierst oder öffnest und gleicht sie mit der Kaspersky-Virendatenbank ab.

Der Echtzeitschutz schlug sich bei meinen Tests hervorragend. Er blockierte alle Malware-Samples, die ich auf meinen Computer herunterladen wollte. Jedes Mal, wenn Kaspersky eine Bedrohung erkannte, wurde ich über den Malwarefund informiert. Ich konnte mir dann wahlweise weitere Einzelheiten der Malware anzeigen oder sie sofort von meinem PC entfernen lassen.

Sodann führte ich einen Ransomware-Simulator aus. Der konnte keine einzige Datei sperren, bevor der Echtzeitschutz von Kaspersky eingriff.

Schließlich testete ich den „Vulnerability Scan“. Der durchsucht mein System nach unsicheren Anwendungen, die von Hackern oder Malware ins Visier genommen werden könnten.

Kaspersky – Sicherheitsfunktionen

Der „Vulnerability Scan“ fand nur zwei Fälle veralteter Software auf meinem Computer. Beeindruckt war ich aber davon, wie ausführlich der Schwachstellenbericht war. Der Scanner erkannte zum Beispiel eine veraltete Photoshop-Version und listete sämtliche Schwachstellen auf, denen ich mich ausgesetzt hatte. Informiert wurde ich außerdem über den Zeitpunkt, zu dem die Schwachstelle erkannt wurde sowie darüber, wie Hacker die Schwachstelle ausnutzen und wie das Problem zu beheben sei. Ein Nachteil von Kaspersky besteht jedoch darin, dass man Dateien nicht aus dem Virenschutz heraus aktualisieren kann. Konkurrenten wie Avira bieten eine Auto-Update-Funktion, mit der sich Schwachstellen Deines Systems rasch beheben lassen.

Alles in allem ist die Antiviren-Engine von Kaspersky richtig gut – sie glänzt mit einer perfekten Erkennungsrate von 100 %, hat mehrere Arten von Scans zur Auswahl, bietet hervorragenden Echtzeitschutz und bremst bei einem vollständigen Scan das System nicht aus.

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Web-Schutz.

Kaspersky bietet Web-Schutz auf mehreren Ebenen. Seite an Seite mit der Browser-Erweiterung Kaspersky Protection erkennt und blockiert die Funktion „Web-Anti-Virus“ schädliche URL und Phishing-URL.

Die Funktion Web-Anti-Virus vergleicht die von Dir besuchten Websites mit einer Datenbank bösartiger Webadressen und prüft außerdem die URL mittels heuristischer Analyse auf verdächtiges Verhalten.

Die Browser-Erweiterung Kaspersky Protection – die zusammen mit der Software installiert wird – erkennt zudem bösartige Links, markiert Websites als sicher/unsicher, blockiert Tracking und Werbung und ermöglicht die Aktivierung einer virtuellen Tastatur.

Ich testete die Anti-Phishing-Funktion, indem ich die Erweiterung auf Microsoft Edge, Mozilla Firefox und Google Chrome installierte. Ich besuchte als bösartig bekannte Websites – die allermeisten wurden von Kaspersky blockiert. Die Ergebnisse von Kaspersky können sich durchaus sehen lassen – Konkurrenten wie Norton und Bitdefender waren allerdings noch besser und erkannten alle meine Testlinks.

Kaspersky – Sicherheitsfunktionen

Die Anti-Tracking-Funktion von Kaspersky Protection blockiert das Tracking durch soziale Netzwerke, Web-Analysen, Web-Beacons und Werbeagenturen. Man kann sich aber auch dafür entscheiden, das Erheben von Daten auf bestimmten Websites zuzulassen. Diese Funktion gefällt mir gut. Weniger gut gefällt mir, dass die Standardeinstellungen dem Unternehmen Kaspersky und den Kaspersky-Partnern (insgesamt 82 Websites!) das Sammeln von Benutzerdaten gestatten. Es ist ziemlich einfach, Kaspersky und die Partner an der Datenerhebung zu hindern. Trotzdem wäre es mir lieber, Kaspersky würde den Nutzer bei der Installation der Erweiterung fragen, ob er mit dieser Handhabung einverstanden ist.

Über die Browser-Erweiterung lässt sich außerdem eine virtuelle Tastatur öffnen. So etwas haben nicht viele Konkurrenten zu bieten –  bei Panda Dome gibt es zwar eine virtuelle Tastatur, die taugt aber nicht gerade viel -; daher finde ich es richtig gut, dass Kaspersky einen zusätzlichen Schutz gegen Keylogger bietet.

Die virtuelle Tastatur von Kaspersky glänzt besonders in Kombination mit Safe Money, einem sicheren Browser für Online-Finanzen. Besuchst Du eine Banking- oder Shopping-Website, wirst Du von Kaspersky gefragt, ob Du die Website zu Safe Money hinzufügen möchtest. Klickst Du dann auf die Schaltfläche Continue in Protected Browser (Weiter im gesicherten Browser), öffnet Kaserpsky die Website in Safe Money. Ich testete diese Funktion mit einer ganzen Reihe von Banking-Websites. Kaspersky forderte mich auf, sie alle zu Safe Money hinzuzufügen. Allerdings brauchte der sichere Browser jedes Mal über zehn Sekunden zum Laden. Das ist ein bisschen nervig. Bitdefender hat mit Safepay ebenfalls einen sicheren Browser, der viel schneller lädt als Safe Money von Kaspersky.

Insgesamt sind die Webschutzfunktionen von Kaspersky ziemlich gut. Der Phishing-Schutz erkannte bei meinem Test die meisten Phishing-Seiten. Es gefällt mir auch, dass Kaspersky Werbeblocker und Anti-Tracking anbietet – obwohl es bei mir nicht so gut ankommt, dass Anti-Tracking für Kaspersky und die mehr als 80 Partnerseiten ausgeschaltet ist. Sehr nützlich finde ich auch, dass Kaspersky einen sicheren Browser und eine virtuelle Tastatur für Banking-Websites bereithält.

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Systembereinigungstools

Zur PC-Bereinigung setzt Kaspersky gleich auf mehrere Tools: PC Cleaner, Unused Data Cleaner und Privacy Cleaner.

PC Cleaner durchsucht Dein System nach Anwendungen und Browser-Erweiterungen, die Du entweder entfernen oder reparieren solltest. Dazu gehören Programme, die Du selten nutzt sowie Bloatware (auf Deinem Computer vorinstallierte Software).

Ich testete PC Cleaner auf meinem Windows 10-Laptop. In zwei Minuten war das System analysiert, und die Ergebnisse waren richtig beeindruckend.

Kaspersky – Sicherheitsfunktionen

PC Cleaner erkannte die gesamte vorinstallierte Bloatware und stellte mich vor die Wahl, sie zu entfernen, zu ignorieren oder mit Google nach weiteren Informationen über das jeweilige Programm zu suchen.

Mit PC Cleaner kannst Du ganz einfach bestimmen, welche Anwendungskategorie ins Visier genommen werden soll: Anwendungen, die ohne Deine Zustimmung installiert wurden, Anwendungen, die Deine Startzeit verlängern oder Anwendungen, die Banner anzeigen.

Kaspersky – Sicherheitsfunktionen

Unused Data Cleaner prüft auf Protokolldateien und temporäre Dateien sowie auf Dateien im Papierkorb. Dieser Scan dauerte weniger als eine Minute und spürte mehrere ungenutzte Dateien auf. Wie PC Cleaner gibt Dir auch Unused Data Cleaner mehrere Optionen für den Umgang mit diesen Dateien.

Privacy Cleaner schließlich bereinigt den Browserverlauf, Cookies und andere Spuren Deiner Online-Aktivitäten.

Die Systembereinigungstools von Kaspersky sind durchaus ordentlich. Kaspersky sollte jedoch der Software mehr Systemoptimierungstools spendieren. Das Programm ermöglicht es Dir, System-Scans zu verschieben, wenn der Akku leer oder die CPU Deines Systems stark ausgelastet ist – das war’s dann aber auch schon. Konkurrierende Virenschutzprogramme wie Avira enthalten außerdem Systembeschleunigungstools, einen Startoptimierer und weitere moderne PC-Optimierungstools. Allerdings: Einige Virenschutzprogramme, etwa Sophos, haben nicht einmal Systembereinigungstools.

Insgesamt betrachtet kannst Du mit den Systembereinigungsfunktionen von Kaspersky schnell und einfach unerwünschte oder nicht genutzte Dateien loswerden und die Spuren Deiner Online-Aktivitäten verwischen. Die Tools sind nicht gerade die besten auf dem Markt. Sie halten aber, was sie versprechen und können Deinem Computer sogar ein wenig Beine machen.

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Virtuelles privates Netzwerk (Virtual Private Network, VPN).

Das kostenlose VPN ist in allen Kaspersky-Abos enthalten (mit Tageslimit von 200 MB). Du kannst Dich damit nur mit einem Server verbinden. Leider bleibt Dir selbst dann, wenn Du das höchste zahlungspflichtige Abo abschließt, der Zugang zum VPN mit unbegrenztem Datenvolumen verschlossen. Doch wenn Dir das VPN von Kaspersky gefällt, kannst Du die kostenpflichtige Premium-Version als Add-on erwerben.

Das Premium-VPN von Kaspersky hat Folgendes zu bieten:

  • Unbegrenztes Datenvolumen. Kein Tageslimit für Daten.
  • Notausschalter („Kill Switch“). Stoppt den Datentransfer, wenn die Verbindung zum VPN unterbrochen ist.
  • Smart Protection. Startet das VPN automatisch, wenn eine Verbindung zu einem öffentlichen Netzwerk besteht.
  • Server an über 25 Standorten. Die Nutzer können sich mit jedem beliebigen Server verbinden, auch mit dem schnellsten.

Ich wollte wissen, wie Gratis- und Premium-VPN bei Geschwindigkeitstests jeweils abschneiden. Also unterzog ich beide einem Geschwindigkeitstest. Der Test wurde zunächst mit ausgeschaltetem, dann mit eingeschaltetem VPN durchgeführt.

Hier die Ergebnisse:

Kaspersky – Sicherheitsfunktionen

Wie Du siehst, hat meine Download-Geschwindigkeit unter dem kostenlosen VPN nicht gelitten. (Sie erhöhte sich sogar geringfügig!) Mein Ping verschlechterte sich jedoch ebenso wie meine Upload-Geschwindigkeit um mehr als die Hälfte. Und das machte sich bemerkbar, als ich Dateien über P2P-Netzwerke weitergeben wollte.

Als Nächstes die Ergebnisse mit der Premium-Version des VPN und einer Verbindung zum schnellsten Server von Kaspersky:

Kaspersky – Sicherheitsfunktionen

Interessanterweise verschlechterte sich meine Upload-Geschwindigkeit mit dem Premium-VPN sogar noch mehr – mein Pingzeiten waren dafür deutlich kürzer, was sich in der Surfgeschwindigkeit niederschlug. Beim Surfen im Internet bemerkte ich keinen Geschwindigkeitsunterschied zum ausgeschalteten VPN. (Auch hier erhöhte sich meine Download-Geschwindigkeit, wahrscheinlich aufgrund der ISP-Drosselung.)

Ein Grund für die Verwendung eines VPN ist die Möglichkeit des Zugriffs auf regional gesperrte Inhalte wie die von Netflix. Netflix erkennt und blockiert allerdings viele VPN. Bei meinen Tests blieben Kasperskys Premium-Server von Netflix unentdeckt. Ich konnte also in Kanada auf Inhalte in den USA zugreifen.

Kaspersky – Sicherheitsfunktionen

Das kostenlose VPN lässt doch sehr zu wünschen übrig. Das Premium-VPN dagegen ist ziemlich gut – mit einer respektablen Anzahl von Servern weltweit, hohen Geschwindigkeiten und Zugang zu regional gesperrten Streaming-Diensten. Du musst es aber gesondert erwerben; in den normalen Virenschutz-Abos von Kaspersky ist es nicht enthalten.

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Passwort-Manager

Der Passwort-Manager von Kaspersky sichert Deine Passwörter und andere sensible Daten – wie Bankkarten, Adressen und Notizen – mit 256-Bit-AES-Verschlüsselung und einem konsequenten Zero-Knowledge-Ansatz.

Mit der kostenlosen Version lassen sich nur 15 Passwörter speichern – für die meisten ist das definitiv zu wenig. Mit der Premium-Version kannst Du beliebig viele Passwörter speichern. Der Premium-Passwort-Manager von Kaspersky ist nicht übel. Dass er nur mit dem teuersten Abo erhältlich ist, fand ich allerdings ziemlich enttäuschend.

Wenn Du den Passwort-Manager (der neben dem Virenschutzprogramm gesondert installiert werden muss) zum ersten Mal öffnest, musst Du ein Master-Passwort vergeben. Solltest Du dieses Passwort einmal verlieren, hat Kaspersky keine Möglichkeit mehr, Dir Zutritt zu Deinem Passworttresor zu verschaffen. Einerseits gefällt mir das: Kaspersky verfolgt einen echten Zero-Knowledge-Ansatz. Andererseits würde es begrüßen, wenn es bei Kaspersky – wie bei Dashlane und LastPass – Kontowiederherstellungsoptionen und einen Notfallzugriff gäbe.

Wenn Du Deine Passwörter importiert hast, musst Du eine Browser-Erweiterung installieren (erhältlich für Chrome, Firefox, Yandex, Edge und Safari). Erst dann lassen sich Passwörter automatisch speichern und ausfüllen – was bei meinen Tests jedes Mal perfekt funktionierte. Beachte aber, dass Kaspersky Bankkarten und Adressen nur auf PCs und Macs automatisch ausfüllen kann, nicht auf mobilen Geräten.

Kaspersky – Sicherheitsfunktionen

Der Passsworttresor ist sehr einfach zu navigieren. Alle Funktionen und Optionen sind klar gekennzeichnet und leicht zugänglich. Neben Passwörtern (für Websites und Anwendungen) kannst Du Bankkarten, Dokumente, Adressen und Notizen hinzufügen. Außerdem kannst Du Deine Passwörter in beliebig viele Ordner einsortieren.

Kaspersky verfügt über einen guten Passwort-Generator, auf den Du sowohl über die App als auch über die Browser-Erweiterung zugreifen kannst. Der Generator erzeugt Passwörter mit vier – 99 Zeichen einschließlich Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Symbolen. Es gibt aber keine Möglichkeit der Erzeugung von Passwörtern, die „leicht auszusprechen“ oder „leicht zu lesen“ sind – Passwort-Manager wie LastPass bieten so etwas an.

Auch viele andere Funktionen, die in zahlreichen eigenständigen Passwort-Managern enthalten sind, sucht man bei Kaspersky vergeblich – wie Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA), automatische Passwortänderung und einen verschlüsselten Cloud-Speicher.

Alles in allem ist der Passwort-Manager von Kaspersky eher schlicht geraten. Viele Funktionen, die dedizierte Passwort-Manager aufweisen, lässt er vermissen. Wenn Du aber nur einen einfach zu bedienenden, sicheren Passwort-Manager zum Speichern Deiner Passwörter und anderer sensibler Daten brauchst, machst Du mit dem Passwort-Manager von Kaspersky nichts verkehrt.

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Kindersicherung

Die Kindersicherung von Kaspersky (Safe Kids) kann überzeugen – sie ist äußerst intuitiv und enthält viele Funktionen, die Dir den Schutz Deiner Kinder im Internet leicht machen.

Wie der Passwort-Manager wird auch die Kindersicherung als gesonderte Anwendung heruntergeladen. Die Einrichtung dauert nur wenige Minuten. Dazu gibt es eine kurze Anleitung sowie Ratschläge, wie Du mit Deinen Kindern über Kindersicherung und Internetsicherheit sprechen kannst.

Folgendes ist in Safe Kids enthalten:

  • Einschränkung der Nutzung.
  • Contentfilter für Websites und Anwendungen.
  • Überwachung sozialer Netzwerke (Facebook und VK).
  • Standortverfolgung (nur Android und iOS).

Bei meinen Tests hatte ich keine Probleme damit, wöchentliche Computer-Zeitpläne einzurichten. Außerdem konnte ich den Testcomputer sperren lassen, wenn das Zeitlimit erreicht war.

Kaspersky – Sicherheitsfunktionen

Der Contentfilter von Kaspersky funktionierte ebenfalls ziemlich gut – ich konnte Websites nach Kategorien einschränken, aber auch Ausnahmen festlegen. Um zu verhindern, dass unangemessene Inhalte in den Suchergebnissen der gängigsten Browser – Google, Yahoo, Bing, Yandex, auch YouTube – angezeigt werden, kannst Du außerdem Safe Search aktivieren.

Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, Anwendungen anhand von Kategorien (nicht für iOS verfügbar) sowie Entertainment-Apps zu sperren.

Ich testete die Standortverfolgung und das Geofencing. Beide Funktionen waren in der Lage, den Standort meines Android-Phones genau zu bestimmen (und Warnmeldungen zu senden, wenn das Telefon den festgelegten sicheren Bereich verließ).

Mit besonderer Freude stellte ich fest, dass Safe Kids die Überwachung sozialer Netzwerke ermöglicht – die meisten konkurrierenden Virenschutzprogramme mit Kindersicherung verzichten auf diese Funktion.

Insgesamt ist die Kindersicherung von Kaspersky eine der umfassendsten auf dem Markt. Sie ist nicht nur funktionsreich und benutzerfreundlich – Kaspersky erteilt sogar Ratschläge, wie man mit einem Kind über die Kindersicherung sprechen kann.

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Zusatzfunktionen

Kaspersky verfügt über einige Extra-Tools:

  • Webcam-Schutz.
  • Sichern und Wiederherstellen.
  • Rescue Disc.
  • Datenverschlüsselung und -vernichtung.
  • Gaming-Modus.

Der Webcam-Schutz benachrichtigte mich immer dann, wenn ich auf eine Anwendung zugriff, die die Webcam meines Laptops verwendete, etwa Skype oder Zoom. Dass Kaspersky diesen zusätzlichen Schutz vor Spyware ermöglicht, weiß ich durchaus zu schätzen. Ich würde mir aber außerdem einen Mikrofonschutz wünschen – Konkurrenten wie Bitdefender bieten in ihren Abos sowohl Webcam-Schutz als auch Mikrofonschutz an.

Sichern und Wiederherstellen ermöglicht das Abspeichern von Dateien auf ein Wechsellaufwerk oder in einen Online-Cloud-Dienst – Du kannst entweder Dropbox nutzen (voreingestellt) oder Kaspersky mit einem anderen Dienst verbinden. Allerdings denke ich nicht, dass diese Funktion einen großen Mehrwert bietet: Dropbox stellt allen Nutzern 2 GB Speicherplatz kostenlos zur Verfügung; danach musst Du upgraden, wenn Du mehr Speicherplatz haben willst. Dass Kapersky überhaupt eine Backup-Möglichkeit bietet, finde ich gut. Es gibt aber bessere (etwa Norton, wo Du mehr Speicherplatz erhältst und keinen anderen Dienst abonnieren musst).

Rescue Disc ist recht hilfreich – damit säuberst Du einen mit Malware infizierten Computer beim Start. Wenn Du diese Funktion verwenden möchtest, musst Du Kaspersky Rescue Disc herunterladen und auf einem USB-Stick oder einer CD/DVD abspeichern. Damit desinfizierst Du dann Deinen PC. Auch ein paar andere Virenschutzprogramme bieten das an, etwa ESET und Panda.

Mit der Datenverschlüsselung erstellst Du einen sicheren Tresor für sensible Dateien, den Du nur mit einem Passwort öffnen kannst. Und die Datenvernichtung dient der endgültigen Löschung von Dateien.

Der Gaming-Modus schließlich hält Scans und Benachrichtigungen an, wenn Du gerade spielst oder eine Anwendung im Vollbildmodus öffnest. Der Gaming-modus von Kaspersky ist in Ordnung, aber BullGuard ist besser – hier gibt es einen speziellen Game Booster, der die Leistung beim Spielen tatsächlich steigert.

Die Zusatztools von Kaspersky sind nicht zu verachten. Das Unternehmen sollte aber seinen Premium-Abos erweiterte Tools wie Darkweb-Überwachung und Schutz gegen Identitätsdiebstahl dazu spendieren. Namhafte Konkurrenten wie  Norton und McAfee bieten den amerikanischen Nutzern Darkweb-Überwachung und Schutz gegen Identitätsdiebstahl an. Letzteres gibt es bei anderen Virenschutzprogramme wie TotalAV und BullGuard auch in Kanada und vielen Teilen Europas.

Ich weiß aber durchaus zu schätzen, dass Kaspersky einige nützliche Extras im Angebot hat – vor allem, wenn man bedenkt, dass Virenschutz und Internet-Sicherheit bei den meisten Virenschutzprogrammen recht einfach daherkommen. Die Funktion Sichern und Wiederherstellen finde ich weniger nützlich. Gut gefällt mir dagegen die Funktion Recue Disc, mit der Du stark infizierte Computer retten kannst.

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Kaspersky – Abos und Preise

Kaspersky bietet drei Abo-Pakete an. Bedenkt man, wie viele Funktionen jedes Paket enthält, sind sie recht preisgünstig.

Die folgenden Abos stehen zur Auswahl:

Bei Kaspersky Anti-Virus kannst Du wählen, ob Du drei, fünf oder zehn Windows-Computer schützen möchtest. Kaspersky Internet Security gilt für drei, fünf oder zehn Windows-, Mac- oder Android-Geräte. Und Kaspersky Total Security schützt fünf oder zehn Windows-, Mac-, Android- oder iOS-Geräte.

Ein kostenloses Produkt sucht man in der primären Antivirus-Produktlinie von Kaspersky leider vergeblich. Allerdings wurde ein nicht mehr angebotenes Produkt namens Kaspersky Anti-Virus Free zu Kaspersky Security Cloud Free umgestaltet. Viele der in diesem Test besprochenen Funktionen fehlen dort. Es gibt aber einfachen Virenschutz und ein eingeschränktes VPN.

In der primären Antivirus-Produktlinie von Kaspersky werden die folgenden Abo-Pakete angeboten:

Kaspersky Anti-Virus – Einsteiger-Abo (nur Windows)

Das ist das Basisabo von Kaspersky; es gilt nur für Windows-Geräte. Folgendes ist enthalten:

  • Echtzeitschutz.
  • Phishing-Schutz.
  • Leistungsoptimierung.
  • Kostenloses VPN (Tageslimit 200 MB).
  • Kostenloser Passwort-Manager (speichert bis zu 15 Passwörter).
  • Rescue Disc.

Du bist auf der Suche nach einem schlanken, benutzerfreundlichen Windows-Virenschutzprodukt? Dann ist Kaspersky Anti-Virus eine vernünftige Wahl für wenig Geld.

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Kaspersky Internet Security – für die meisten Nutzer das beste Preis-Leistungs-Verhältnis

Das mittlere Abo von Kaspersky funktioniert auf Windows-, Mac- und Android-Geräten. Geboten werden alle oben genannten Funktionen sowie zusätzlich:

  • Sicherer Internetbrowser.
  • Webcam-Schutz.
  • Werbe- und Tracking-Blocker
  • Kostenlose Kindersicherung (Contentfilter und Gerätenutzung).

Bei Kaspersky Internet Security gibt es ein paar wichtige Funktionen dazu; dabei kostet es nicht viel mehr als das Einsteiger-Abo Anti-Virus. Zudem bietet es Schutz für Windows, Mac und Android.

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Kaspersky Total Security – erweitertes Abo mit starken Extras

Das ist das Premium-Abo von Kaspersky, das für Windows, Mac, Android und iOS gilt. Es enthält alle Funktionen der vorgenannten Abos sowie zusätzlich:

  • Kindersicherung (Premium-Version).
  • Passwort-Manager (Premium-Version).
  • Sichern und Wiederherstellen.
  • Datenverschlüsselung (nur Windows).

Der Passwort-Manager von Kaspersky ist eine recht ordentliche Ergänzung zu einer umfassenden Internet-Security-Suite. Und die Kindersicherung zählt zu den besten auf dem Markt.

Insgesamt ist Kaspersky Total Security eine gute Wahl für alle, die sich einen starken Virenschutz, ergänzt um eine hervorragende Kindersicherung und einen einfachen Passwort-Manager wünschen.

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Kaspersky – Benutzerfreundlichkeit und Einrichtung

Kaspersky ist einfach zu installieren und einzurichten.

Die Benutzeroberfläche ist sehr übersichtlich und auf Deutsch verfügbar. Die Hauptfunktionen – Virenscanner, sicherer Browser und Passwort-Manager – lassen sich über große, deutlich gekennzeichnete Schaltflächen erreichen. Wenn Du Dich mit den einfachsten Funktionen begnügst, ist Kaspersky sehr benutzerfreundlich.

Kaspersky – Benutzerfreundlichkeit und Einrichtung

Interessanterweise zeigt Dir Kaspersky nur jene Funktionen an, die Dir zur Verfügung stehen. Hast Du zum Beispiel das Basisabo abgeschlossen, gibt es keine ausgegrauten Funktionen oder Upgrade-Aufforderungen. Das hat schon was – so hat man immer das Gefühl, dass das Abo vollständig ist.

Einige Tools von Kaspersky sind allerdings nur schwer auffindbar. Wenn Du zum Beispiel PC Cleaner verwenden möchtest, musst Du auf More Tools, Clean and Optimize (Weitere Tools, Säubern und Optimieren) und dann auf PC Cleaner klicken. Damit wirst Du das Tool möglicherweise nie zu Gesicht bekommen, wenn Du nicht weißt, dass es im Abo enthalten ist. Gefallen hätte mir eine Seitenleiste wie die von TotalAV, die alles, was verfügbar ist, auf einfache Weise zugänglich macht.

Hast man sich erst einmal an die Benutzeroberfläche von Kaspersky gewöhnt, empfindet man sie als sehr gut organisiert. Es gibt sogar Möglichkeiten der Individualisierung. Neben den meisten Funktionen befinden sich kleine Einstellungssymbole, mit denen Du verschiedene Optionen einstellen kannst, etwa jene, die es für „Quick Scan“ gibt.

Kaspersky – Benutzerfreundlichkeit und Einrichtung

Ein Bereich, der mir besonders gut gefällt, ist das Benachrichtigungscenter, auf das man über das Kaspersky-Hauptfenster zugreifen kann. Dort werden Dir wichtige Informationen angezeigt, und Du kannst dann entscheiden, was Du damit anfängst.

Kaspersky – Benutzerfreundlichkeit und Einrichtung

Das Benachrichtigungscenter macht das Ein- und Ausschalten der wesentlichen Funktionen zum Kinderspiel. Viele Virenschutzprogramme mit einem Benachrichtigungscenter weisen Dich lediglich darauf hin, dass etwas deaktiviert ist. Wenn Du daraufklickst, leiten Sie Dich zu dem betreffenden Tool weiter. Bei Kaspersky behebst Du Sicherheitsprobleme im Handumdrehen, ohne das Benachrichtigungscenter verlassen zu müssen.

Das Layout von Kaspersky ist ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Hast Du Dich aber erst einmal damit vertraut gemacht, ist es richtig schnell zu navigieren und sehr benutzerfreundlich. Dass einem die Anpassungsoptionen alle Freiheiten lassen, schätze ich sehr. So entsteht eine großartige Benutzeroberfläche, die sich vollständig anfühlt – ganz gleich, für welches Abo Du Dich entscheidest.

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Kaspersky – Mobile App

Für Android bietet Kaspersky eine komplette Internet Security App an. iOS-Nutzer dagegen haben nur Zugriff auf die grundlegenden Sicherheitsfunktionen, die Kindersicherung, den Passwort-Manager und das VPN.

Security Cloud für iOS hat Folgendes zu bieten:

  • Adaptive Sicherheit. Ändert die Einstellungen entsprechend dem Benutzerverhalten. Die Verbindung mit einem öffentlichen Netzwerk aktiviert zum Beispiel automatisch das VPN.
  • Security LIVE. Behebt schwache Einstellungen in Deinem iOS. Zum Beispiel eine Sicherheitslücke im Betriebssystem aufgrund von Jailbreak.
  • Kontoprüfung. Prüft Dein E-Mail-Programm auf Datenschutzverstöße.

Dazu gibt es noch einen QR-Scanner.

Die Android-App bietet viel mehr Funktionen. Ich testete sie auf meinem Huawei P30 Lite.

Die mobile Android-App von Kaspersky hat Folgende zu bieten:

  • Virenscanner.
  • Anrufblocker.
  • Diebstahlschutz.
  • Echtzeitschutz.
  • App-Sperre.
  • Anti-Smishing (SMS-Phishing).
  • Browsing-Schutz.

Der Virenscanner lässt sich aus der App heraus mit einem Fingertipp starten. Du kannst die folgenden Scans durchführen:

  • Quick Scan (Schnellprüfung). Scannt installierte Apps auf Malware.
  • Full Scan (vollständige Prüfung). Scannt das gesamte Gerät auf Malware.
  • Folder Scan (Ordnerprüfung). Scannt einen ausgewählten Ordner.

Ich versteckte auf meinem Handy 80 Malware-Samples und führte einen Fulls Scan durch.

Es dauerte keine fünf Minuten, dann hatte Kaspersky jede Malware-Datei entdeckt und automatisch in die Quarantäne verschoben.

Kaspersky – Mobile App

Der Echtzeitschutz der App funktionierte ebenfalls richtig gut. Es erkannte alle Malware-Spuren, die ich auf meinem Handy platzieren wollte und hielt mich sogar davon ab, gefährliche Apps aus dem Google Play Store herunterzuladen. Das ist eine komfortable Funktion. Ich muss aber gestehen, dass mir der App Advisor von Norton Mobile Security noch deutlich mehr zusagt – der warnt Dich vor Apps, bevor Du sie herunterlädst.

Trotzdem: Kaspersky fing gefährliche App-Downloads ab und verschob sie sofort in die Quarantäne, so dass mein Gerät geschützt war.

Die mobile App von Kaspersky bietet außerdem einen kostenlosen Diebstahlschutz. Wenn Du ihn nutzen möchtest, musst Du Dich beim Online-Portal My Kaspersky anmelden. Dafür benötigst Du ein Kaspersky-Konto.

Hast Du Dich bei My Kaspersky angemeldet, bekommst Du vier Diebstahlschutz-Funktionen: Du kannst das Gerät sperren, neu initialisieren, einen Alarm auslösen und ein Bild jener Person aufnehmen, die Dein verlorenes oder gestohlenes Gerät benutzt.

Kaspersky – Mobile App

Außerdem kannst Du Dein Gerät dann sperren, wenn ein Dieb eine neue SIM-Karte in das Handy einlegt. Mehr noch: Du kannst verhindern, dass die Kaspersky-App deinstalliert wird. Das sind zwei hervorragende Möglichkeiten zur Erzeugung eines starken Diebstahlschutzes.

Zum Schluss testete ich das VPN. Das kostenlose VPN auf dem PC hatte mich enttäuscht; umso gespannter war ich auf die mobile Version.

Kaspersky – Mobile App

Wie zuvor stellte ich eine Verbindung zum kostenlosen Server von Kaspersky her – Tageslimit 200 MB – und führte einen Geschwindigkeitstest durch, wobei ich zur Vermeidung von Störungen die mobilen Daten ausschaltete.

Hier die Ergebnisse:

Kaspersky – Mobile App

Wie Du siehst, gab es leichte Geschwindigkeitseinbußen bei Download und Ping, aber meine Upload-Geschwindigkeiten gingen nicht annähernd so stark zurück wie bei der PC-Version des VPN.

Da ich auf dem PC das Premium-VPN nutzte, konnte ich mich auch mobil mit dem Premium-VPN verbinden. Hier meine Testergebnisse:

Kaspersky – Mobile App

Das Resultat kann sich sehen lassen – die Download- und Uploadgeschwindigkeiten blieben mehr oder weniger unverändert.

Was den Funktionsumfang betrifft, hat die mobile Kaspersky-App noch deutlich Luft nach oben. Viele Funktionen, die es bei Mitbewerber wie Avira gibt, sucht man vergeblich – etwa Leistungsoptimierung, Netzwerkscanner und Identitätsschutz. Das heißt aber nicht, dass die mobile Kaspersky-App schlecht ist – der Scanner glänzte bei meinen Tests mit perfekten Erkennungsraten, und die Diebstahlschutz-Tools zählen zu den besten, die es gibt.

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Kaspersky – Kundensupport

Für den Kundensupport gibt es bei Kaspersky vier verschiedene Optionen:

  • E-Mail.
  • Live-Chat rund um die Uhr.
  • Telefon.
  • Wissensdatenbank mit Artikeln auf Deutsch.

Die Navigation durch den Kundensupport war nicht gerade einfach. Nach meinem Eindruck kommt es dem Unternehmen darauf an, dass man die Wissensdatenbank und Antworten der Community nutzt, anstatt mit einem Mitarbeiter Kontakt aufzunehmen.

Der Desktop hat zwar auf der Hauptseite einen Support-Button, doch wenn man daraufklickt, erscheint lediglich ein Popup-Fenster:

Kaspersky – Kundensupport

In der Anwendung gibt es keine Möglichkeit, mit einem Mitarbeiter Kontakt aufzunehmen oder auf die Wissensdatenbank zuzugreifen. Um die Wissensdatenbank zu erreichen, musste ich sie tatsächlich auf Google suchen!

Aber das ist noch nicht alles.

Bei den Kommunikationskanälen von Kaspersky wählte ich die telefonische Kontaktaufnahme mit dem Kundensupport. Doch Anstatt mir eine Telefonnummer mitzuteilen, leitete mich die Website zu einem weiteren Formular weiter, das ich ausfüllen musste.

Ich füllte das Formular aus. Daraufhin erschien die nächste Eingabeaufforderung – ich sollte angeben, ob ich wirklich mit dem Kundendienst Kontakt aufnehmen wollte!

Kaspersky – Kundensupport

Als ich schließlich alle Formulare ausgefüllt und am Telefon jemanden erreicht hatte, bekam ich glücklicherweise rasch eine Antwort und mein Problem konnte gelöst werden.

Die gleichen Formulare musste ich für den Zugriff auf den Live-Support ausfüllen. Schon in rund zwei Minuten aber wurde ich mit einem Mitarbeiter verbunden. Der Kundendienstmitarbeiter war äußerst freundlich und löste alle meine Probleme.

Kaspersky – Kundensupport

Auch den E-Mail-Support von Kasperksky stellte ich auf den Prüfstand. Ich sandte eine E-Mail, wonach ich Probleme bei der Aktualisierung der Desktop-Anwendung hatte. Die Antwort kam nach etwas mehr als einem Tag, was für E-Mail-Support mehr oder weniger Standard ist.

Das Support-Team konnte mir helfen und befasste sich mit meinem konkreten Anliegen. Etwas überrascht war ich aber darüber, dass ich nicht mit Namen angesprochen wurde. Per E-Mail als „Kunde“ angesprochen zu werden, fühlte sich äußerst unpersönlich und abweisend an, auch wenn man sich durchaus konkret mit mir befasste.

Kaspersky – Kundensupport

Allerdings: Nach der ersten E-Mail von Kaspersky kamen die Antworten schneller. Der Mitarbeiter wusste schon, worum es ging und war in der Lage, mir schnell und effektiv bei der Lösung meines Problems zu helfen.

Alles in allem ist die Kontaktaufnahme mit Kaspersky mühevoller als bei anderen von mir getesteten Virenschutzprogrammen. Dass ich den Mitarbeitern meine Probleme nicht zu erklären brauchte, war aber den Aufwand wert. Wenn die Kundendienstmitarbeiter Dich ansprechen, haben sie dank der Formulare schon alle Informationen, die sie benötigen. So sind sie schnell mit Lösungen bei der Hand.

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Ist Kaspersky ein sicheres Virenschutzprogramm?

Ja, Kaspersky ist ein sicheres Virenschutzprogramm. Vor ein paar Jahren war Kaspersky in einen großen Skandal verwickelt – das Unternehmen bestritt zwar eine Zusammenarbeit mit der russischen Regierung, doch die Anschuldigungen beschädigten seine Reputation. Um die Reputation wiederherzustellen und das Vertrauen der Nutzer zurückzugewinnen, betreibt Kaspersky seitdem die Initiative „Global Transparency“.

Mit perfekten Malware-Erkennungsraten steht Kaspersky einigen der größten Namen in der Cybersicherheitsbranche – etwa Norton, McAfee und Bitdefender – in nichts nach. Kaspersky verfügt außerdem über ziemlich gute Webschutzfunktionen – der Phishing-Schutz kann sich durchaus sehen lassen, und es gibt Extras wie einen sicheren Browser, eine virtuelle Tastatur und einen Tracking-Schutz.

Dazu kommt eine ganze Reihe zusätzlicher Tools wie Systemreiniger, ein VPN, ein Passwort-Manager, Kindersicherung, Dateiverschlüsselung und -vernichtung, Datei-Backup sowie eine Funktion namens Rescue Disc, mit der sich infizierte Computer säubern lassen.

Die Kindersicherung von Kaspersky gefällt mir richtig gut – Eltern können Nutzungszeiten, Contentfilter, Standortverfolgung und Social Media-Überwachung einrichten. Geofencing ist ebenfalls dabei – der Nutzer wird alarmiert, wenn das Kind eine vordefinierte Sicherheitszone verlässt.

Einige Funktionen, die ich von einem Internet-Security-Paket der Spitzenklasse erwarte – wie Darkweb-Überwachung, Schutz vor Identitätsdiebstahl und ein funktionsreicheres VPN – lässt Kaspersky vermissen. (Norton 360 hat all das zu bieten.) Ziemlich enttäuscht hat mich der Kundensupport von Kaspersky – die Kontaktaufnahme mit einem Support-Mitarbeiter ist viel zu schwierig und zeitraubend.

Insgesamt ist Kaspersky ein gutes Produkt mit hervorragenden Malware-Erkennungsraten, vielen nützlichen und gelungenen Funktionen, einem intuitiven Dashboard, transparenten Unternehmenspraktiken und vernünftigen Preisen. Du bist an Kaspersky interessiert? Die Abos kannst Du mit einer risikolosen Geld-zurück-Garantie für 14 Tage (britische Nutzer) bzw. 30 Tage (amerikanische Nutzer) ausprobieren.

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Häufig gestellte Fragen zu Kaspersky Antivirus

Kann man Kaspersky vertrauen?

Auf jeden Fall! Nach Behauptungen über eine angebliche Verbindung zur russischen Regierung kam es 2017 zu Querelen um Kaspersky. Seitdem jedoch arbeitet das Unternehmen hart daran, den Nutzern seine Vertrauenswürdigkeit zu beweisen: Im Rahmen der Initiative Kaspersky Global Transparency werden genaue Informationen über den Quellcode, über die Regeln zur Erkennung von Bedrohungen und über die Datenerhebungsprozesse von Kaspersky bereitgestellt. 2019 bestand Kaspersky außerdem die Service Organization Control (SOC 2) Typ 1-Prüfung von Service-Unternehmen.

Kann Kaspersky Malware erkennen?

Ja – im Erkennen von Malware ist Kaspersky hervorragend. Ich versteckte auf meinem Windows-Computer fast 1000 Samples und unterzog den Malware-Scanner von Kaspersky einer gründlichen Prüfung. Mit dem vollständigen System-Scan wurde die Test-Malware ausnahmslos erkannt. Der Echtzeitschutz ist ebenfalls hervorragend: Er blockierte die gesamte Test-Malware, bevor ich etwas davon auf meinen Computer herunterladen konnte.

Für welche Kaspersky-Version sollte ich mich entscheiden?

Bei Kaspersky gibt es drei verschiedene zahlungspflichtige Abos: Kaspersky Anti-Virus, Kaspersky Internet Security und Kaspersky Total Security.

Für die meisten Nutzer, die sich eine umfassende Internet Security Suite mit einem Passwort-Manager und Kindersicherung wünschen, ist Kaspersky Total Security die beste Wahl. Wenn du aber Passwort-Manager und Kindersicherung nicht benötigst, bist Du mit Internet Security gut bedient. (Das gibt es allerdings nicht für iOS.) Wer einen einfachen Virenschutz für Windows sucht, sollte sich Kaspersky Anti-Virus ansehen.

Ist Kaspersky in den USA verboten?

Die private Nutzung von Kaspersky ist in den USA nicht untersagt. Allerdings verbot der ehemalige Präsident Donald Trump im Jahr 2017 die Nutzung aller Kaspersky-Produkte in amerikanischen Behörden. Kaspersky dagegen bestritt, Informationen an die russische Regierung weitergegeben oder mit einer anderen Regierung zusammengearbeitet zu haben. Um das Vertrauen der Nutzer wiederzugewinnen, startete Kaspersky die Initiative Global Transparency: Behörden und Geschäftspartner können den Quellcode prüfen sowie ausgiebig Einsicht in die Praktiken der Erhebung und Verarbeitung von Daten und vieles mehr nehmen.

Kaspersky Produkte & Preise

Fazit

Kaspersky bietet hervorragenden Schutz vor Malware, einen ordentlichen Funktionsumfang und ein intuitives Dashboard. Und seit den im Jahr 2017 aufgekommenen Spionagevorwürfen wurde zur Verbesserung von Transparenz und Reputation eine ganze Menge geleistet. Bei meinen Tests erkannte Kaspersky meine gesamte Test-Malware und blockierte die meisten Phishing-Seiten. Mir gefallen die Kindersicherung, die Funktion Rescue Disc und das Premium-VPN (separat erhältlich). Weniger beeindruckt haben mich dagegen die Systemoptimierungstools, der Passwort-Manager und die Datei-Backup-Funktion. Kaspersky ist einfach zu bedienen, doch einige Funktionen sind schwer zu finden. Und der Kundensupport hat Verbesserungsbedarf. Alle Abos gibt es zu vernünftigen Preisen. Du kannst sie je nach Standort für 14 oder 30 Tage mit einer risikofreien Geld-zurück-Garantie ausprobieren.

Über den Autor

Sam Boyd
Sam Boyd
Mitarbeiter

Über den Autor

Sam Boyd ist ein begeisterter Technik-Fan, der ein großes Interesse an Cybersicherheits-Produkten und Online-Sicherheit hat. Beschäftigt er sich nicht gerade mit den neuesten Online-Bedrohungen, entspannt er sich gern mit diversen Videospielen und bereist mit seiner Familie neue Teile des Erdballs.

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Kaspersky Nutzerbewertungen

77 100
Nach 177 Bewertungen in 26 Sprachen 6.3
Sprache
Das Vertrauen unserer Nutzer ist unsere Priorität #1! Antivirus-Anbieter können nicht für Veränderungen oder das Löschen von Bewertungen bezahlen.
wALDEMAR
wALDEMAR
Deutschland
2.0
Ganz Schlechter Virenschutz Programm
Windows Nutzer
Habe Kaspersky 2019 gekauft, und absolut unzufrieden mein Laptop ist immer langsam. Würde es nie wieder benutzen wollen. Empfehlen auch niemanden .
Th.Bubeck
Th.Bubeck
Deutschland
9.0
Klasse Sicherheitsprogramm( Total Security)
Windows Nutzer
Tut , was es soll und das zuverlässig,=sperrt gefährliche Seiten,macht auf Probleme aufmerksam, bietet Einkaufsschutz etc.
Zach Christine
Zach Christine
Österreich
1.0
miserabel
Windows Nutzer
Kaspersay ist das mit Abstand schlechteste Virenprogram
user avatar
Peter Wimler Zach Christine
29.07.2021
Für Transatlatiker JA
Perry
Perry
Vereinigte Staaten
5.0
Ich liebe es nicht
Windows Nutzer
Ziemlich ok, tut, was es soll, aber macht meinen Computer langsam. Alles in allem ist es günstig und Sie bekommen etwas für Ihr Geld.

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Peter
Peter
Deutschland
8.0
Кann es nur loben
Windows Nutzer
Ich habe Kaspersky Internet Security und kann es nur loben! Kaspersky hat 7 Viren, Hijacker und Trojaner erkannt, die G-Data nicht bemerkt hat.

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Diese Bewertung wurde für die deutschsprachigen Leser von unserer englischen Seite übersetzt.
Sean
Sean
Irland
7.0
Wahrscheinlich einen Versuch wert
Windows Nutzer
Ich habe viele gratis Antiviren-Programme ausprobiert. Viele haben bei harmlosen Dateien falsche Positive generiert. Bei Kaspersky gab es seltener falschen Alarm.

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