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ProtonVPN-Test: Sicher und vertrauenswürdig? [Volltest 2021]

Eric Goldstein
Eric Goldstein
Veröffentlicht am: 15. September 2021

ProtonVPN-Test: schnelle Experten-Zusammenfassung

ProtonVPN glänzt mit hervorragender Sicherheit, erstklassigen Datenschutzfunktionen, einer wirklich einfachen Benutzeroberfläche – und hohem Tempo, das bei keinem meiner Geschwindigkeitstests nachgelassen hat. Benutzerdaten schützt ProtonVPN mit 256-Bit-AES-Verschlüsselung, fortschrittlicher Serverarchitektur, einem konsequenten Verzicht auf Protokollierung, einem Notausschalter („Kill Switch“) und vielem mehr. Es gibt Apps für alle wichtigen Plattformen. Mit einem einzelnen Konto sind bis zu zehn Verbindungen gleichzeitig möglich.

Was ProtonVPN noch zu bieten hat:

  • Dedizierte Server für Torrents — funktioniert mit allen wichtigen Torrenting-Clients wie uTorrent, BitTorrent, qBittorent und Vuze.
  • Dedizierte Streaming-Server („Plus“-Server genannt) — entsperrt regional gesperrte Inhalte auf beliebten Streaming-Diensten wie Netflix, Amazon Prime und BBC iPlayer.
  • Split Tunneling — damit leitest Du einen Teil Deines Internet-Traffics durch das VPN, den anderen durch Dein lokales Netzwerk.
  • Werbeblocker  blockiert Werbung, Tracking-Sites und schädliche Websites.
  • und vieles mehr…

ProtonVPN ist eines der besten VPN auf dem Markt. Das eine oder andere muss allerdings noch verbessert werden. Zunächst einmal: ProtonVPN kann keine staatlichen Firewalls umgehen – wenn Du also in einem Land lebst oder dorthin reist, wo das Internet eingeschränkt wird, ist ProtonVPN keine gute Wahl. (Dafür eignet sich ExpressVPN am besten). Wünschenswert wäre es auch, dass ProtonVPN einen Live-Chat rund um die Uhr anbieten und an den Kundendienst gerichtete E-Mails schneller beantworten würde. Und schließlich missfällt mir das abgestufte Preismodell von ProtonVPN — die meisten Mitbewerber bieten mit allen Abos (die sich normalerweise nur in der Dauer unterscheiden) die gleichen Funktionen an. Bei ProtonVPN dagegen hast Du nur mit den teuersten Abos Zugriff auf alle Tools.

Es gibt ein Gratis-Abo und drei kostenpflichtige Abos mit einer anteilsmäßigen 30-tägigen Geld-zurück-Garantie.

Gesamtwertung 2 von 50 VPNs
Anzahl der Server 1,200+
Anzahl der Geräte bis zu zehn
Startpreis monatlich
Gratis-Abo Ja
Geld-zurück-Garantie 30 Tage (anteilig)
Benutzeroberfläche auf Deutsch Ja

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ProtonVPN-Volltest:

ProtonVPN-Volltest:

Einige Wochen lang testete, erforschte und ergründete ich alles, was es über ProtonVPN zu wissen gibt. Eines kann ich mit Sicherheit sagen: Das ist eines der besten VPN auf dem Markt.

ProtonVPN hat einen Ruf als VPN mit hervorragendem Datenschutz. Schließlich gehört es jenem Unternehmen, von dem auch der ultrasichere, verschlüsselte E-Mail-Dienst ProtonMail stammt.

In der Tat bietet dieses VPN zahlreiche Funktionen mit starkem Datenschutz, außerdem intuitive Benutzer-Apps, starke Streaming- und Torrent-Funktionen und hohe Verbindungsgeschwindigkeiten.

ProtonVPN-Funktionen

ProtonVPN enthält alle wesentlichen VPN-Datenschutzfunktionen:

  • AES-256 Bit-Verschlüsselung Das ist einer der weltweit stärksten Verschlüsselungsalgorithmen (manchmal auch Verschlüsselung „nach Militärstandard“ genannt).
  • Verzicht auf Speicherung von Protokollen ProtonVPN führt keine Protokolle über personenbezogene Informationen und Online-Aktivitäten.
  • Notausschalter („Kill Switch“). Diese Funktion trennt Dich automatisch vom Internet, wenn Deine VPN-Verbindung abbricht. Beachte bitte, dass der In-App-Kill Switch von ProtonVPN nur unter macOS und Windows verfügbar ist. Es gibt aber ähnliche Funktionen für Android und iOS.

ProtonVPN hat außerdem ein paar zusätzliche Sicherheitsfunktionen zu bieten:

  • Perfect Forward Secrecy. Diese Funktion ändert jedes Mal, wenn Du Dich mit einem ProtonVPN-Server verbindest, Deinen Verschlüsselungsschlüssel. Ist also ein Verschlüsselungsschlüssel kompromittiert, sind nur die Daten auf diesem einen Schlüssel angreifbar (und nicht alle früheren und künftigen Sitzungen).
  • Vollständige Festplattenverschlüsselung. Ist ein ProtonVPN-Server kompromittiert, sorgt die Festplattenverschlüsselung dafür, dass alle Daten auf diesem Server sicher und unlesbar sind.

ProtonVPN hat nur zwei Protokolle im Angebot: IKEv2/IPSec und OpenVPN. Diese Protokolle sind für Android, iOS und Macs verfügbar. Die Windows-App dagegen unterstütz nur OpenVPN. Nach meiner Vorstellung sollte ProtonVPN künftig allen Plattformen WireGuard (ein neueres und schnelleres Protokoll) spendieren. Mitbewerber wie CyberGhost VPN und Private Internet Access bieten das an.

ProtonVPN verfügt außerdem über einen integrierten Leak-Schutz für DNS, WebRTC und IPv4. IPv6 wird zwar nicht unterstützt. Standardmäßig deaktiviert aber ProtonVPN automatisch den gesamten IPv6-Verkehr – Du musst Dich also nicht selbst darum kümmern. Bei anderen VPN, etwa bei Surfshark, musst Du IPv6 auf Deinen Geräten manuell deaktivieren. Gut also, dass man bei ProtonVPN auf einfache Weise geschützt bleibt.

Secure Core

ProtonVPN-Funktionen

Die Secure Core-Serverarchitektur von ProtonVPN leitet Deine Daten durch zwei Server, bevor sie das ProtonVPN-Netzwerk verlassen. Auf diese Weise kann ein Dritter, der den endgültigen Zielserver hackt, Deine Verbindung nur bis zum Secure Core-Server zurückverfolgen (und nicht bis zu Deinem Gerät). Die Secure Core-Server von ProtonVPN befinden sich in unterirdischen Rechenzentren in der Schweiz und in Schweden sowie auf einem ehemaligen Militärstützpunkt in Island.

Secure Core ist vergleichbar mit einer doppelten VPN-Verbindung – aber doppelte VPN-Verbindungen leiten Deine Daten durch zwei normale Server in zwei zufällig ausgewählten Ländern. Secure Core dagegen leitet Deinen Datenverkehr durch zwei Secure Core-Server. Einer davon ist ein extrem sicherer Server, der sich an einem ultrasicheren Standort befindet und damit einen noch stärkeren Schutz bietet. Die Secure Core-Server von ProtonVPN sind eher so etwas wie die NoSpy-Server von CyberGhost VPN. (Die leiten Deine Verbindung über Server, die am Hauptsitz des Unternehmens in Rumänien untergebracht sind.)

Wird Dein Traffic durch zwei Server geleitet, dann leidet darunter die Geschwindigkeit natürlich stärker, als wenn Du nur mit einem Server verbunden bist – als ich manuell eine Verbindung mit einem Secure Core-Server herstellte, dauerte das Laden von Websites fünf bis sechs Sekunden. Das ist ziemlich langsam. Die Secure Core-Server sind aber immer noch schneller als die doppelten VPN-Verbindungen der meisten Konkurrenten. (Mit der doppelten VPN-Verbindung von NordVPN dauerte das Laden von Websites bei mir durchschnittlich zehn Sekunden.)

Diese Funktion empfehle ich ohnehin nur dann, wenn Du Zusatzmaßnahmen zur Wahrung der Anonymität Deiner Online-Identität ergreifen möchtest oder wenn Du Dich in einem Hochrisikoland aufhältst, wo Dein Internet-Traffic möglicherweise überwacht wird. Wie auch immer: Secure Core von ProtonVPN ist eine hervorragende Datenschutzfunktion, die es bei vielen anderen VPN nicht gibt.

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NetShield

ProtonVPN-Funktionen

NetShield blockiert Werbung, Tracker und schädliche Websites. Zum Testen dieser Funktion besuchte ich Websites, die normalerweise mit Werbung übersät sind – NetShield blockierte jede einzelne Anzeige. Die Websites waren viel aufgeräumter und luden sogar etwas schneller, weil die Werbung fehlte.

NetShield von ProtonVPN gefällt mir richtig gut. Das Tool funktioniert genauso gut wie CyberSec von NordVPN. Werbung blockiert es besser als CleanWeb von Surfshark und der Werbeblocker von CyberGhost VPN. (ExpressVPN hat gar keinen Werbeblocker.)

NetShield ist zweifellos eine der besten Sicherheits-Zusatzfunktionen von ProtonVPN — mit einem vollwertigen Phishing-Schutz, wie ihn viele Virenschutzprogramme bieten, kann das Tool zwar nicht aufwarten, es blockierte aber alle Anzeigen und Popups und hinderte mich daran, schädliche Websites und Tracking-Websites zu besuchen.

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Split Tunneling

ProtonVPN-Funktionen

Mit der Split Tunneling-Funktion von ProtonVPN kannst Du Webbrowser, Apps und sogar IP-Adressen in den VPN-Tunnel einbeziehen oder ausschließen — das ist besser als bei den Split-Tunneling-Funktionen der meisten Konkurrenten (ExpressVPN ermöglicht Dir nur die Umleitung von Apps).

Wie die meisten anderen VPN unterstützt ProtonVPN Split Tunneling jedoch nur unter Windows und Android — es wäre schön, wenn es das auch für macOS oder iOS gäbe. Allerdings wird Apple-Nutzern diese Funktion nur von sehr wenigen Mitbewerbern angeboten. (ExpressVPN hat Split Tunneling für macOS 10.15 und früherPrivate Internet Access unterstützt Split Tunneling unter macOS 11.) Angesichts dessen ist das wohl kein K.O.-Kriterium.

Zum Testen der Split Tunneling-Funktion von ProtonVPN stellte ich die Verbindung zu einem dedizierten P2P-Server in den USA her und schloss meinen Chrome-Traffic aus dem VPN-Tunnel aus. Das hat gut funktioniert. Im Ergebnis erhöhte ich damit sowohl die Surf- als auch die Torrent-Geschwindigkeit.

Das Split Tunneling-Tool von ProtonVPN ist eine nützliche Funktion zur Umleitung eines Teils Deiner Internetaktivitäten durch Dein lokales Netzwerk. Ich bevorzuge allerdings das Split Tunneling von Surfshark – damit kannst Du einzelne Websites auf eine Whitelist setzen.

Trotzdem ist die Split Tunneling-Funktion von ProtonVPN richtig gut – sie funktioniert wie angegeben, ist störungsfrei und mühelos einzurichten.

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Tor über VPN

ProtonVPN-Funktionen

ProtonVPN unterstützt The Onion Router (Tor) über VPN auf speziellen Servern in Frankreich, Deutschland und Hongkong. Mit ProtonVPN lässt sich Tor über VPN kinderleicht nutzen. Das gefällt mir gut. Du musst nur eine Verbindung zu einem der Tor-Server von ProtonVPN herstellen (kenntlich gemacht durch ein Zwiebelsymbol neben dem Server), dann wird Dein gesamter Traffic automatisch durch das Tor-Netzwerk geleitet.

Schon surfst Du mit Deinem eigenen Browser (Chrome, Firefox etc.) auf .onion-Seiten – den Tor-Browser musst Du nicht herunterladen. Der Haken an der Sache: Bist Du mit dem Tor-Netzwerk verbunden, geht das stark zu Lasten Deiner Internetgeschwindigkeit (weil Dein Traffic mehrfach verschlüsselt wird) — bei mir dauerte das Laden von Websites mehr als 15 Sekunden.

Insgesamt ist Tor über VPN von ProtonVPN eine einfache und schnelle Möglichkeit, auf das Tor-Netzwerk zuzugreifen. Die meisten Benutzer dürften dieses Tool nicht brauchen – die regulären Server von ProtonVPN sind für normales Surfen, Streaming und Torrenting sicher. Für all jene, die es eben doch benötigen, ist es aber eine hervorragende (und sehr bequeme) Option.

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ProtonVPN Datenschutz & Sicherheit

ProtonVPN ist in der Schweiz ansässig. Dort gelten einige der weltweit strengsten Datenschutzgesetze. Die Schweiz kennt außerdem keine gesetzliche Pflicht zur Vorratsdatenspeicherung und gehört nicht zu einer der Sicherheitsallianzen „Five Eyes“, „Nine Eyes“ oder „Fourteen Eyes“. (Das ist eine Gruppe von Ländern – Deutschland gehört dazu -, die den Austausch nachrichtendienstlicher Erkenntnisse vereinbart haben.)

ProtonVPN verzichtet zudem konsequent auf Protokollierung — erhoben werden nur Deine E-Mail-Adresse (zu Kommunikationszwecken), Zahlungsdaten (etwa Dein Name und Teilangaben) sowie ein Zeitstempel des letzten Anmeldeversuchs (aber ohne identifizierbare Informationen). Du kannst auch in bar oder mit Bitcoin bezahlen, so bleibst Du noch anonymer. Eines gibt es an diesem Protokollierungsverzicht alllerdings auszusetzen: Er wurde nicht von einem unabhängigen Dritten geprüft — Mitbewerber wie ExpressVPN haben sich zur Bestätigung ihrer Datenschutzrichtlinien von Dritten prüfen lassen.  Der Protokollierungsverzicht von Private Internet Access wurde sogar (mehrere Male) gerichtlich überprüft und bestätigt.

ProtonVPN Datenschutz & Sicherheit

Was mir sehr gut gefällt: Alle Apps von ProtonVPN sind quelloffen. Jeder kann also die Sicherheit von ProtonVPN nachprüfen. Darüber hinaus wurden alle Apps von ProtonVPN durch unabhängige Stellen auf Sicherheitsrisiken geprüft und verifiziert – festgestellt wurden dabei lediglich „mittlere“ und „geringe“ Risiken, die von ProtonVPN rasch behoben wurden.

Wie  CyberGhost VPN veröffentlicht ProtonVPN Transparenzberichte, in denen alle Anforderungen von Benutzerdaten (durch Strafverfolgungs- und Verwaltungsbehörden) im Einzelnen aufgeführt werden. Wenn Du Dir diese Berichte ansiehst, bemerkst Du große Lücken zwischen den Veröffentlichungsdaten der einzelnen Berichte. Das liegt daran, dass bei ProtonVPN nur selten Benutzerdaten angefordert werden.

Insgesamt verzichtet ProtonVPN in transparenter Weise auf Protokollierung, ist in einem Land mit strengen Datenschutzgesetzen ansässig und hat quelloffene Apps, deren Sicherheit geprüft und bestätigt wurde.

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ProtonVPN – Sicherheit und Leistung

Zur Ermittlung einer Durchschnittsgeschwindigkeit führte ich an jeweils einem Server in den 55 Ländern, in denen sich die Server von ProtonVPN befinden, Geschwindigkeitstests durch. Der durchschnittliche Geschwindigkeitsabfall lag bei 35 %, was über dem Durchschnitt liegt.

Insgesamt war die Geschwindigkeit von ProtonVPN auf lokalen Servern sehr hoch. (Ich lebe in den USA). Als ich mit Servern in Europa, Südamerika und Afrika verbunden war, fielen meine Geschwindkeitstests zwar nicht so gut aus. Surfen, Streaming, Gaming und Torrenting gingen aber weiterhin relativ flott. Eine ähnliche Erfahrung machte ich, als ich die Verbindung zu einem weit entfernten Server in Australien herstellte. (Das Laden von Videos und Websites dauerte etwas länger; die Verzögerungen waren aber nicht der Rede wert.)

Zur Ermittlung eines Referenzwertes meiner Internetgeschwindigkeit führte ich den ersten Geschwindigkeitstest durch, als ich mit meinem örtlichen Internet Service Provider (ISP) verbunden war.

ProtonVPN – Sicherheit und Leistung

Dann klickte ich auf das ProtonVPN-Tool Quick Connect (das den schnellsten Server findet) und wurde mit einem Server in der Nähe verbunden. Die Download-Geschwindigkeit ging um 19 % zurück. Ich konnte aber ohne Verzögerung im Internet surfen, Videos auf YouTube ansehen und Dateien austauschen. Ich hatte gar nicht das Gefühl, mit einem VPN verbunden zu sein.

ProtonVPN – Sicherheit und Leistung

Als nächstes stellte ich die Verbindung zu einem ProtonVPN-Server in Italien her. Mein Ping (die Zeit, die das Internetsignal für seine Reise vom Gerät zum VPN-Server benötigt) erhöhte sich deutlich und meine Download-Geschwindigkeit verringerte sich um sage und schreibe 87 %! Meine eigentliche Internetgeschwindigkeit war aber kaum beeinträchtigt. Websites luden praktisch sofort, Inhalte auf Netflix und Disney+ wurden in HD-Qualität und ohne Verzögerung gestreamt (allerdings begannen Serien und Filme mit einer Verzögerung von fünf bis zehn Sekunden) und ich konnte immer noch große Dateien mit hoher Geschwindigkeit herunterladen.

ProtonVPN – Sicherheit und Leistung

Schließlich stellte ich die Verbindung zu einem ProtonVPN-Server in Australien her, einem der von meinem Standort am weitesten entfernten Server. Das führte zu den niedrigsten Surfgeschwindigkeiten. (Die Download-Geschwindigkeit war allerdings im Vergleich zu Italien sogar geringfügig höher). Das Laden von Websites dauerte im Durchschnitt vier bis sechs Sekunden. Bis Inhalte in Streaming-Apps abgespielt wurden, gab es eine Wartezeit von 15 bis 30 Sekunden, aber Serien und Filme waren die ganze Zeit über in HD zu sehen und es gab keine Zwischenspeicherung.

ProtonVPN – Sicherheit und Leistung

Alles in allem sehen die Ergebnisse der Geschwindigkeitstests von ProtonVPN zahlenmäßig vielleicht nicht so toll aus. Trotzdem ist das Tempo für fast jede Online-Aktivität ziemlich hoch. Solange ich mit Servern in den USA (meinem Heimatland) verbunden war, blieb die Geschwindigkeit durchweg sehr hoch. Nach Verbindungen zu weit entfernten Servern wurde zwar die Download-Geschwindigkeit stark gedrosselt, doch ProtonVPN stellte mir ausreichend Speed zum Streamen von Inhalten mit nur geringfügigen Verzögerungen (nur bis zum Laden des Inhalts) und zum Austausch von P2P-Dateien zur Verfügung.

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ProtonVPN – Server und IP-Adressen

ProtonVPN verfügt über mehr als 1.200 Server in 55 Ländern. Einige Top-VPN haben mehr Server (CyberGhost VPN mehr als 6.800), andere haben Server in mehr Ländern (ExpressVPN in 94 Ländern). Das Servernetzwerk von ProtonVPN dürfte aber für die Mehrzahl der Benutzer ausreichen. Die meisten Server von ProtonVPN befinden sich in den USA und Europa. Es gibt aber auch Server in Mittel- und Südamerika, Afrika, Asien und Australien – ganz gleich, wo Du lebst, kannst Du Dich also mit einem Server in Deiner Nähe verbinden.

Es gefällt mir, dass ProtonVPN nur physische Server verwendet — die bieten bessere Sicherheit als virtuelle Server (die sich nicht in dem Land befinden, dessen IP-Adresse Du bekommst). ProtonVPN verwendet außerdem gemeinsam genutzte IP-Adressen. Das ist eine gute Sache: Du hast nämlich dieselbe IP-Adresse wie viele andere Benutzer, was noch mehr Anonymität ermöglicht. Wenn Du eine dedizierte IP-Adresse möchtest, musst Du Dich anderweitig umsehen (etwa bei CyberGhost VPN oder Private Internet Access) – bei ProtonVPN gibt es das nicht.

Die „Plus“-Server von ProtonVPN gefallen mir richtig gut. Sie dienen dem Entsperren regional gesperrter Inhalte auf Streaming-Seiten. Während ich mit Plus-Servern in verschiedenen Ländern verbunden war, hatte ich kaum einmal Probleme beim Streamen von Inhalten auf meinen Lieblingsseiten. Du möchtest Torrents ausführen? ProtonVPN hat dedizierte P2P-Server in über zehn Ländern. Und schließlich verbindet Dich ProtonVPN mit dem Tor-Netzwerk – mit nur einem Klick auf die Tor-über-VPN-Server in Frankreich, Deutschland und Hongkong.

Alles in allem verfügt ProtonVPN über ein gutes Netzwerk physischer Server. Es gibt dedizierte Server für Streaming, Torrenting und die Verbindung zum Tor-Netzwerk.

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ProtonVPN – Streaming und Torrents

Nach eigenen Angaben entsperrt ProtonVPN mehr als 25 verschiedene Streaming-Apps. Dazu gibt es eine leicht verständliche, schrittweise Anleitung zur Entsperrung des jeweiligen Streaming-Dienstes. Zugriff zu Streaming-Inhalten bietet ProtonVPN nur auf den Plus-Servern. Diese Server sind Kunden mit den ProtonVPN-Abos Plus und Visionary vorbehalten. ProtonVPN umgeht regionale Sperren auf Websites wie Netflix (in mehr als zehn Ländern), BBC iPlayer, Disney+, HBO, Hulu, Amazon Prime und ABC.

ProtonVPN – Streaming und Torrents

Torrents ermöglicht ProtonVPN auf den dedizierten P2P-Servern. (Alle drei kostenpflichtigen Abos unterstützen Torrenting). Diese P2P-Server befinden sich in mehr als zehn verschiedenen Ländern, u.a. in Island, Singapur, der Schweiz und den USA. Ich lud Dateien mit BitTorrent und uTorrent herunter. ProtonVPN funktionierte nahtlos mit jedem Torrent-Client. Vor dem Herunterladen von Dateien führte ich zunächst auf zehn verschiedenen Servern ein paar DNS-Leak-Tests durch. Ich wollte sichergehen, dass ProtonVPN beim Ausführen von Torrents meine IP-Adresse und andere personenbezogene Daten nicht preisgibt. Glücklicherweise ergab keiner meiner Tests ein Leak.

Insgesamt eignet sich ProtonVPN gut für den Zugriff auf regional gesperrte Inhalte. Auch P2P-Traffic wird unterstützt. Ich konnte auf beliebte Streaming-Seiten wie Netflix, HBO und BBC iPlayer zugreifen und außerdem auf allen wichtigen Torrent-Clients Inhalte herunterladen.

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ProtonVPN – Umgehung staatlicher Restriktionen

In Ländern, in denen der Online-Zugriff beschränkt wird, ist ProtonVPN nicht unbedingt die beste Option, wenn man der Internetzensur ein Schnippchen schlagen möchte. Es gibt keine speziellen Verschleierungstools, mit denen sich Internetsperren in Ländern wie China umgehen lassen. Hie und da wurde allerdings berichtet, dass ProtonVPN in Ländern, die VPN-Traffic weniger gut erkennen, Beschränkungen überwindet.

Trotzdem: Wenn Du in einem restriktiven Land lebst, empfehle ich ExpressVPN. Dieser Dienst ermöglicht Verschleierung auf jedem seiner über 3.000 Server.

ProtonVPN – Umgehung staatlicher Restriktionen

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ProtonVPN Pakete & Kosten

ProtonVPN ist eines der wenigen VPN mit abgestuften Abo-Tarifen — es gibt ein Gratis-Abo sowie einige kostenpflichtige Abos, die sich in der Anzahl der verfügbaren Funktionen unterscheiden.

ProtonVPN Free gestattet ein Gerät, ermöglicht „mittlere“ Geschwindigkeiten und bietet Zugriff auf nur drei Server (in USA, Japan und den Niederlanden). Anders als bei anderen Gratis-Abos gibt es im kostenlosen Abo keine Datenbeschränkung, das gefällt mir richtig gut. Auf Plus-Server zum Streamen, auf dedizierte Torrent-Server und auf NetShield hast Du jedoch keinen Zugriff. Das kostenlose Abo von ProtonVPN ist aber trotzdem das beste Gratis-VPN auf dem Markt.

Das ProtonVPN-Abo Basic  enthält zwei Verbindungen, Zugriff auf Server in allen 55 Ländern, „hohe“ Geschwindigkeiten, P2P-Unterstützung und NetShield. Das ProtonVPN-Abo Plus  ermöglicht fünf Verbindungen gleichzeitig, es bietet die „höchsten“ Geschwindigkeiten und gewährt außerdem Zugriff auf die Plus-Server zum Streamen, auf Secure Core-Server und Tor-Server. Das Plus-Abo ist das mit dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis. Trotzdem kostet es doppelt so viel (oder noch mehr) als andere erstklassige VPN, die viele der gleichen Funktionen bieten.

Das ProtonVPN-Abo Visionary  enthält zehn weitere Verbindungen und ein ProtonMail-Konto. Dieses Abo kostet allerdings dreimal so viel wie das Plus-Abo. Ich würde es Dir nur dann empfehlen, wenn Du eine Premium-Version von ProtonMail nutzen musst. Du bist auf der Suche nach einem VPN, das mehr als fünf Verbindungen ermöglicht? Dann empfehle ich Dir IPVanish, denn damit kannst Du mit einem Konto beliebig viele Geräte verbinden.

Alle kostenpflichtigen Abos von ProtonVPN sind mit einer 30-tägigen Geld-zurück-Garantie ausgestattet. Was mir aber nicht gefällt: Die Geld-zurück-Garantie von ProtonVPN ist anteilig. Das bedeutet: Jeder Tag, an dem Du ProtonVPN bis zum Ablauf der 30-tägigen Frist nutzt, wird Dir in Rechnung gestellt. Wenn Du also ProtonVPN nach 15-tägiger Nutzung kündigst, bekommst Du nur 50 % Deines Geldes zurück — nicht 100 %, wie von praktisch jedem anderen Mitbewerber (etwa von ExpressVPN und Private Internet Access).

ProtonVPN akzeptiert Kreditkarten, Paypal, Bitcoin und Barzahlung.

Alles in allem gibt es auf dem Markt viel günstigere VPN-Optionen als ProtonVPN. CyberGhost VPN zum Beispiel bietet ähnliche Funktionen, höhere Geschwindigkeiten und eine 45-tägige 100 %-ige Geld-zurück-Garantie – und ist viel günstiger. Wenn Du jedoch ein VPN suchst, das großen Wert auf Sicherheit und Datenschutz legt, ist ProtonVPN sein Geld wert.

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ProtonVPN Oberfläche: Mobile & Desktop-Apps

ProtonVPN hat Apps für Android, iOS, Windows, macOS, Linux, Chromebook und Android TVs. Es funktioniert auch auf einigen Routern. Das Herunterladen und Installieren ist kinderleicht – in etwa einer Minute hatte ich ProtonVPN auf meinen Android- und iOS-Smartphones. Die Installation der App auf meinen Windows- und Mac-Computern nahm weniger als fünf Minuten in Anspruch.

Android

ProtonVPN Oberfläche: Mobile & Desktop-Apps

Die Android-App von ProtonVPN ist richtig gut — funktionsreich, pfeilschnell und sehr leicht zu navigieren.

Es gefällt mir gut, wie rasch und einfach ein schneller ProtonVPN-Server zu finden ist. Du kannst die Option „Quick Connect“ (schnell verbinden) nutzen (dann wirst Du automatisch mit dem schnellsten Server verbunden) oder einen Server manuell auswählen — ProtonVPN zeigt den Auslastungsgrad des jeweiligen Servers mit einem grünen (gering), gelben (mittel) oder roten Punkt (hoch) an. P2P-, Plus- und Tor-Server lassen sich leicht finden. Durch Drücken auf die Dropdown-Schaltfläche werden alle Server des jeweiligen Landes aufgeführt.

Auch mithilfe einer Karte kannst Du die Verbindung zu einem Server herstellen. Für Android und iOS empfehle ich diese Option allerdings nicht — es dauert seine Zeit, bis Du den gewünschten Verbindungspunkt gefunden hast, denn in beliebte Serverstandorte (etwa Europa) musst Du hineinzoomen.

Sehr gut gefällt mir die Option „Profile“ auf dem Hauptbildschirm. Hier legst Du Deine Verbindungspräferenzen fest — Du wählst das Land, mit dem Du eine Verbindung herstellen möchtest, suchst automatisch den „schnellsten“ Server aus oder oder entscheidest Dich manuell für einen bestimmten Server. Außerdem kannst Du Secure Core und Smart Protocol aktivieren. (Damit wird automatisch auf ein anderes Protokoll umgeschaltet, wenn das standardmäßige Protokoll von einem Netzwerk, z. B. dem des Arbeitgebers oder einer Universität, blockiert wird).

Der Kill Switch wird in der ProtonVPN-App für Android nicht unterstützt. Stattdessen kannst Du ihn aktivieren, indem Du auf Deinem Android-Gerät die Option „Verbindungen ohne VPN sperren“ antippst. (ProtonVPN erklärt Dir Schritt für Schritt, wie das in der Registerkarte Einstellungen gemacht wird). Bei Android gibt es außerdem die Funktion „Always on“ (immer funktionsbereit), die Dich nach einer Verbindungsunterbrechung automatisch wieder mit dem VPN verbindet. (In iOS ist diese Funktion permanent aktiviert, Android-Nutzer müssen sie manuell einschalten.)

Alles in allem gefällt mir die Android-App von ProtonVPN richtig gut — sie ist äußerst benutzerfreundlich, hat hervorragende Sicherheitsfunktionen und lässt sich mühelos individuell anpassen.

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iOS

Die iOS-App von ProtonVPN ist nahezu identisch mit der Android-App. Der größte Unterschied: Die iOS-App hat kein Split Tunneling. Allerdings unterstützen die meisten VPN, die Split-Tunneling anbieten, die Funktion nicht unter iOS und macOS. (Ausnahmen: Bei ExpressVPN gibt es Split Tunneling für macOS 10.15 und früher, Private Internet Access bietet Split Tunneling für alle macOS-Versionen an.) Wie oben erwähnt, verzichtet die iOS-App auf den Kill Switch, aber bei iOS-Geräten ist das Tool Always-on permanent eingeschaltet.

Die iOS-App von ProtonVPN ist genauso gut wie die Android-App – sie glänzt mit gutem Design, ist benutzerfreundlich und hat tolle Sicherheitsfunktionen zu bieten.

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Windows/Mac (Desktop)

Wie die Apps für Android und iOS sind sich auch die Apps für Windows und Mac sehr ähnlich. Mithilfe des Tools Quick Connect stellst Du mit nur einem Klick die Verbindung zu einem ProtonVPN-Server her. Wenn Du Dich mit einem Server verbindest, zeigt ProtonVPN die einzelnen Schritte an, die Deine Verbindung durchläuft – Initialisierung der Verbindung, Authentifizierung des Benutzers, Aufbau des VPN-Tunnels und Zuweisung einer IP. Oben im Fenster zeigt wird der Name Deines Servers (z. B. Vereinigte Staaten > US-NJ#11), Deine IP-Adresse, der Auslastungsgrad und Dein Protokoll angezeigt. Am unteren Bildschirmrand siehst Du Kennzahlen zum „Session Traffic“ (Sitzungsverkehr), an denen Du Deine Netzwerknutzung und die im Netz verbrachte Zeit ablesen kannst.

ProtonVPN Oberfläche: Mobile & Desktop-Apps

Wenn Du die Verbindung zu einem Server manuell herstellen möchtest, scrollst Du unter der Registerkarte Länder in der Liste der Länder nach unten. (Du kannst auch ein Land auf der Karte auswählen.) Wie bei den mobilen Apps listet ProtonVPN die Städte auf, in denen sich die einzelnen Server befinden. Der Auslastungsgrad wird durch einen grünen, gelben oder roten Kreis angezeigt. Was mir gut gefällt: ProtonVPN macht es Dir einfach, spezielle Server zu finden – bei den Plus-Servern siehst Du neben dem Server ein „P“ in einem Quadrat, P2P-Server sind durch übereinander liegende, in entgegensetzte Richtungen zeigende Pfeile gekennzeichnet und neben den Tor-Servern prangt ein Zwiebel-Symbol.

Die Apps für Windows und Mac enthalten im Wesentlichen jeweils die gleichen Funktionen. Ein paar kleine Unterschiede gibt es aber: Die Windows-App hat nur OpenVPN, die Mac-App hat kein Split Tunneling.

Insgesamt lassen die Apps für Windows und Mac in puncto Funktionsumfang keine Wünsche offen, punkten mit vielen tollen Tools zur individuellen Anpassung und sind sehr benutzerfreundlich.

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ProtonVPN-Apps: Ist ProtonVPN benutzerfreundlich?

Ja – die Apps von ProtonVPN sind wirklich leicht zu bedienen und auf Deutsch verfügbar. Die Apps für Android, iOS, Windows und Mac weisen ähnliche Benutzeroberflächen auf und enthalten im Wesentlichen jeweils die gleichen Funktionen. Die Apps für Android und iOS haben keinen Kill Switch. Stattdessen musst Du den Kill Switch auf Deinem Android-Gerät manuell aktivieren. Unter der Registerkarte Einstellungen erklärt Dir ProtonVPN leicht verständlich, wie das geht. Die iOS-App hat die Funktion Always-on, die Dich bei einem Verbindungsabbruch automatisch wieder mit einem ProtonVPN-Server verbindet. Außerdem gibt es bei der iOS-App ebenso wie bei der macOS-App kein SplitTunneling und die Windows-App kennt nur das OpenVPN-Protokoll – die anderen Betriebssysteme unterstützen auch IKEv2.

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ProtonVPN – Kundensupport

ProtonVPN bietet eine umfangreiche Bibliothek von Support-Anleitungen sowie ein Support-Formular. Einen Live-Chat rund um die Uhr gibt es jedoch ebenso wenig wie eine Telefonnummer zur Kontaktaufnahme. Die Anleitungen sind eine ergiebige Quelle hilfreicher Informationen, allerdings nur auf Englisch. Sie sind in sechs verschiedene Kategorien unterteilt – Konto, Download und Einrichtung, allgemeine Informationen, Zugriff auf Inhalte, Fehlerbehebung sowie Geschwindigkeit und Bandbreite. Die Anleitungen sind sehr umfangreich; die meisten meiner Fragen wurden beantwortet. Konnte ich unter einer der Kategorien keine Antwort finden, fand sich über die Suchoption rasch eine Lösung.

ProtonVPN – Kundensupport

Das Support-Formular (das auf Deutsch verfügbar ist und auch als E-Mail dient) hinterlässt zwiespältige Gefühle. Es dauerte länger als einen Tag, bis ich eine Antwort bekam. (Die meisten VPN antworten in weniger als einem Tag.) Zumindest aber gab man sich große Mühe, alle meine Fragen ausführlich zu beantworten.

Die Option Live-Chat vermisse ich allerdings sehr. Ich mag es, wenn ich Kontakt zu einem Mitarbeiter aufnehmen und mit ihm in Echtzeit an der Lösung meines Problems arbeiten kann. (Mitbewerber wie ExpressVPN bieten einen Live-Chat an.)

Ich bat ProtonVPN per E-Mail um meine Rückerstattung. Es gab keine Probleme. Innerhalb von fünf Tagen war das Geld wieder auf meiner Kreditkarte.

Der Kundendienst von ProtonVPN ist nicht gerade der beste, aber ganz ordentlich. Auf Live-Chat verzichten zu müssen, ist ein großer Nachteil. Ich warte auch nicht gerne auf eine Antwort per E-Mail. Die E-Mail-Antwort, die ich erhielt, war allerdings äußerst hilfreich. Außerdem denke ich, dass die Support-Anleitungen die wichtigsten Fragen hinreichend beantworten.

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Ist ProtonVPN das beste VPN in puncto Sicherheit und Datenschutz?

ProtonVPN bietet tolle Sicherheitsfunktionen, ist sehr einfach zu bedienen, überzeugt mit richtig hohen Geschwindigkeiten, umgeht Regionalsperren von Streamingdiensten wie Netflix, BBC iPlayer und Hulu, unterstützt P2P-Filesharing auf dedizierten Servern und gestattet bis zu zehn Verbindungen.

Bei meinen Geschwindigkeitstests musste ProtonVPN einigen anderen VPN den Vortritt lassen. Trotzdem: Die Verbindungsgeschwindigkeiten beim Surfen, Streamen, Torrenting und Gaming sind sehr hoch. An einigen weit entfernten Orten ließ zwar die Geschwindigkeit meiner Downloads um mehr als 75 % nach. Trotzdem konnte ich mir Inhalte in HD und ohne Unterbrechungen ansehen – und das Laden von Websites dauert nur eine bis zwei Sekunden länger.

Was Sicherheit und Datenschutz betrifft, macht ProtonVPN niemand so leicht etwas vor. Im Angebot sind natürlich standardmäßige Sicherheitsfunktionen wie 256-Bit-AES-Verschlüsselung, ein Kill Switch sowie schnelle und sichere Protokolle. Dazu aber gibt es bei ProtonVPN Extras wie Secure Core (doppeltes VPN-Routing), NetShield (Werbe-/Tracking-Blocker), Tor über VPN, Perfect Forward Secrecy, Festplattenverschlüsselung und quelloffene Apps, die von unabhängiger Seite geprüft wurden. Außerdem verichtet ProtonVPN konsequent auf Protokollierung, hat den Firmensitz in der datenschutzfreundlichen Schweiz, die keine gesetzliche Pflicht zur Vorratsdatenspeicherung kennt und befindet sich außerhalb der Sicherheitsallianzen „Five Eyes“, „Nine Eyes“ und „Fourteen Eyes“.

Perfekt ist ProtonVPN aber nicht. Enttäuscht hat mich, dass das VPN nicht in der Lage ist, staatliche Restriktionen in Ländern wie China zu umgehen. Was den Kunden-Support betrifft, hätte ich gerne einen Live-Chat rund um die Uhr und schnellere Antworten auf E-Mails. (ExpressVPN kann in China genutzt werden und bietet Live-Chat rund um die Uhr.) Ich bin auch kein großer Fan der abgestuften Abo-Tarife – wer alle Top-Funktionen haben möchte, wird einfach zu sehr zur Kasse gebeten. Die meisten Konkurrenten schränken ihre Kunden nicht auf diese Weise ein.

Allerdings ist das Gratis-Abo von ProtonVPN das beste auf dem Markt. Bei allen kostenpflichtigen Abos gibt es zudem eine anteilige, 30-tägige Geld-zurück-Garantie.

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Ist ProtonVPN sicher?

Ja, ProtonVPN ist sehr sicher. Es zählt zu den sichersten VPN, die es gibt. Neben branchenüblichen Sicherheitsfunktionen wie 256-Bit-AES-Verschlüsselung, Kill-Switch und konsequentem Protokollierungsverzicht bietet ProtonVPN weitere Funktionen wie Secure Core-Server (doppeltes VPN-Routing), NetShield (Werbe-/Tracking-Blocker), Perfect Forward Secrecy (ändert Deinen Verschlüsselungsschlüssel nach jeder Sitzung) und vieles mehr.

Gibt es ProtonVPN kostenlos?

Ja, ProtonVPN bietet ein kostenloses Abo an. Das Gratis-Abo gestattet die Verbindung eines Geräts, bietet „mittlere“ Geschwindigkeiten und verschafft Dir Zugriff auf drei Server (in den Niederlanden, Japan und den USA). Das Beste an diesem Gratis-Abo: Es gibt keine Datenbegrenzung. Du wünschst Dir Zugang zu Streaming-Servern, Torrenting-Servern und Tor über VPN? Du hättest gerne mehr Speed und mehr Verbindungsstandorte? Dann musst Du eines der kostenpflichtigen Abos von ProtonVPN abschließen. (Bei allen gibt es eine anteilige, 30-tägige Geld-zurück-Garantie.)

Funktioniert ProtonVPN mit Netflix?

Ja, ProtonVPN funktioniert mit Netflix. Bei meinen Tests wurde der beliebte Streaming-Dienst in mehr als zehn Ländern entsperrt (z.B. in den USA, Großbritannien, Italien und Australien). ProtonVPN ist ziemlich schnell. Ich konnte mir Netflix-Inhalte in HD-Qualität und ohne Unterbrechungen ansehen. Was Du aber wissen musst: ProtonVPN unterstützt Streaming nur auf den Plus-Servern. Zugriff auf diese Streaming-Server haben damit nur jene Kunden, die das Abo Plus oder das Abo Visionary  abgeschlossen haben.

Funktioniert ProtonVPN unter Android + iOS?

Ja. Die mobilen VPN-Apps von ProtonVPN zählen zu den besten, die es gibt. Beide bieten eine intuitive Benutzeroberfläche, Verbindungsaufbau mit einem bis zwei Klicks und hohe Geschwindigkeiten. Außerdem enthalten sie die Protokolle OpenVPN und IKEv2.

Der einzige Nachteil der iOS-App: Auf Split Tunnelling musst Du verzichten (wie bei den meisten iOS-VPN). Die iOS-App hat auch keinen Kill Switch. Stattdessen gibt es eine Einstellung, die Deine Verbindung nach einem Abbruch automatisch wiederherstellt.

ProtonVPN Produkte & Preise

Fazit

ProtonVPN ist einfach zu bedienen, schnell und mit richtig guten Datenschutzfunktionen ausgestattet. Alles Wesentliche (Protokollierungsverzicht, Kill Switch etc.) ist im Paket enthalten. Außerdem profitierst Du von einer modernen Servertechnik, alle Apps sind quelloffen und es gibt Extras wie Tor über VPN und einen Werbeblocker. ProtonVPN entsperrt beliebte Streaming-Websites und unterstützt Torrenting. Zur Umgehung von Internetbeschränkungen gibt es aber Besseres. Insgesamt ist ProtonVPN eines der besten VPN auf dem Markt. Bei allen Abos gibt es eine anteilige, 30-tägige Geld-zurück-Garantie.

Über den Autor

Eric Goldstein
Eric Goldstein
Chefredakteur

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Eric Goldstein ist Internet-Sicherheitsexperte und Technologiejournalist. Er informiert über die neuesten Trends beim Thema Cybersicherheit, und trägt damit dazu bei, dass seine Leser sich sicher durchs Internet bewegen. In seiner Freizeit treibt er Sport, entspannt mit seiner Familie am Strand und spielt mit seinem Hund.

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